Im vergangenen Jahr hat die Finanzverwaltung durch Betriebsprüfungen bei Unternehmen Mehreinnahmen in Rekordhöhe von fast 21 Milliarden Euro erzielt.
Betriebsprüfungen bringen Rekordeinnahmen
Das ergibt sich aus einer Übersicht des Bundesfinanzministeriums, wie die "Berliner Zeitung" berichtet. Das Ergebnis übersteigt dem Bericht zufolge die in den Vorjahren durch Betriebsprüfungen erzielten Mehreinnahmen deutlich: 2008 waren ungefähr 17 Milliarden Euro mehr eingenommen worden, 2007 waren es rund 16 Milliarden Euro.
200.000 Betriebe geprüft
2009 hatten die 13.300 Prüfer bundesweit 200.000 Betriebe unter die Lupe genommen. Das waren 2,5 Prozent aller Unternehmen. Überprüft wurden auch rund 1.600 Topverdiener mit einem Einkommen von mehr als 500.000 Euro. Insgesamt sind rund 11.000 dieser "Steuerpflichtigen mit bedeutenden Einkünften" bei den Finanzbehörden registriert. Damit musste etwa jeder Sechste von ihnen im letzten Jahr eine Betriebsprüfung über sich ergehen lassen. Jeder Prüfer brachte dem Fiskus im Schnitt Mehreinnahmen von 1,6 Millionen Euro.
Auf die Überprüfung von Großbetrieben entfielen etwa 15 Milliarden Euro, das sind im Schnitt etwa 400.000 Euro pro Unternehmen. Die Mehreinnahmen entfielen vor allem auf die Körperschaftsteuer (6,1 Milliarden Euro), die Einkommensteuer (4,1 Milliarden Euro) und die Gewerbesteuer (4,3 Milliarden Euro).
Im Vergleich zu den Vorjahren war die Zahl der eingesetzten Prüfer und die Prüffrequenz weitgehend unverändert. Das Rekordergebnis hat nach Angaben aus dem Bundesfinanzministerium daher vor allem mit der sehr guten Ertragssituation der Unternehmen in den Jahren 2006 bis 2008 zu tun.
ddp