Arbeitskosten Betriebe zahlen drei Prozent mehr pro Arbeitsstunde

Die Kosten je geleistete Arbeitsstunde sind im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 3,2 Prozent gestiegen. Hohe Tarifabschlüsse und eine Zunahme der Sonderzahlungen sorgten für diese Verteuerung der Arbeit.

Laut neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) schnellten besonders die Lohnnebenkosten in die Höhe. Sie verteuerten sich mit vier Prozent deutlich stärker als die Bruttolöhne und -gehälter (plus drei Prozent). Die Nebenkosten stiegen, weil die Arbeitnehmer mehr krank feierten und die Beitragssätze zur Arbeitslosen- und Krankenversicherung im Jahr 2011 leicht erhöht wurden.

Arbeitgeber mussten im dritten Quartal 2011 kalenderbereinigt für eine geleistete Arbeitsstunde drei Prozent mehr bezahlen als im dritten Quartal 2010. Damit lag die Arbeitskostenerhöhung in Deutschland leicht über dem durchschnittlichen Anstieg der Arbeitskosten in der gesamten Europäischen Union (2,6 Prozent).

Die Arbeitskosten wuchsen am stärksten in Bulgarien (9,8 Prozent), Rumänien (7,9 Prozent) und die Slowakei (7,2 Prozent). In Griechenland fielen dagegen die Arbeitskosten im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahresquartal. Als Reaktion auf die Krise kürzten die Griechen ihre Löhne. Dadurch brachen die Arbeitskosten um 7,5 Prozent im Vergleich zum die Vorjahr ein. Auch in Irland ermäßigten sich die Arbeitskosten (1,1 Prozent). dhz