DIHK Betriebe beklagen höhere Strompreise

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag beklagt steigende Strompreise für Unternehmen als Folge des Atommoratoriums.Auch das Handwerk warnt vor steigenden Energiekosten für seine Betriebe.

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Betriebe beklagen höhere Strompreise

"Der Preisanstieg hat an der Leipziger Strombörse bereits stattgefunden", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben den "Ruhr Nachrichten". Seit Beginn des Moratoriums müssten Gewerbekunden etwa 14 Prozent mehr für ihren Strom bezahlen.

"Hohe Rohstoff- und Energiepreise sind ein Risiko für den Aufschwung", sagte Wansleben der Zeitung. Preissteigerungen dürften aber die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen nicht gefährden. Die Abschaltung werde sich "spürbar" auf die Energieversorgung auswirken.

"Es fällt ein erheblicher Teil der berechenbaren Kraftwerkskapazitäten weg. Das kann in Zeiten hoher Beanspruchung des Netzes Folgen für die Stabilität haben", sagte Wansleben den "Ruhr Nachrichten". Es sei zwar Angelegenheit der Politik, über die Frage der Kernenergienutzung in Deutschland zu entscheiden. "Sie muss aber auch für eine gesicherte Stromversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen sorgen", verlangte der DIHK-Hauptgeschäftsführer.

"Unsere Betriebe sind heute wie in Zukunft auf eine zuverlässige und preislich vertretbare Energieversorgung angewiesen", sagt Handwerkspräsident Otto Kentzler. Ein ausgewogenes Verhältnis von Förderung und Belastung sei notwendig. "Gerade für die energieintensiven Handwerke ist eine steigende Umlagebelastung nicht tragbar", erklärte Kentzler.

dapd