Eine Studie zum Betreuungsgeld für Kleinkinder gibt Kritikern neue Nahrung. Das Betreuungsgeld führt offenbar dazu, dass vor allem bildungsferne Familien auf das staatliche Angebot von Kita-Plätzen und frühkindlicher Bildung verzichten. Es seien vor allem Migrantenfamilien, so die Studie, die es vorziehen, ihre Kinder zu Hause lassen.
Das Deutsche Jugendinstitut und die Universität Dortmund hatten mehr als 100.000 Elternpaare mit Kindern unter drei Jahren befragt. Es ist nicht die erste Studie, die die Thesen falscher Anreize belegt.
Das Betreuungsgeld gibt es seit Juli 2013. Es will Familien mit kleinen Kindern "mehr Freiräume eröffnen, damit sie ihr Familienleben nach ihren eigenen Wünschen gestalten können", so das Familienministerium. Die Grünen verlangen die Abschaffung der Regelung. Auch Teile der SPD distanzierten sich mehr und mehr. dhz
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