Schlechte Schüler haben es viel schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Bekommen sie jedoch die Chance, ihr praktisches Können zu zeigen, sieht das oft ganz anders aus. ZDH-Präsident Kentzler fordert deshalb die praxisnahe Berufsvorbereitung zu verstärken.

Berufsvorbereitung muss praxisnäher werden
Jugendliche mit Defiziten brauchten eine Chance, um sich beweisen zu können - "ohne Erwartungs- oder Prüfungsdruck", sagte Kentzler der "Passauer Neuen Presse". Die betriebliche Berufsvorbereitung verschaffe den Jugendlichen Erfahrungen in der Praxis und gebe ihnen Einblick in die Ausbildungsanforderungen. Denn nur eine praxisnahe Berufsvorbereitung könne schulmüde Jugendliche erfolgreich an eine duale Ausbildung heranführen.
Die Zahl der Ausbildungsverträge im Handwerk hat zum Stichtag 31. Juli um 4,7 Prozent gegenüber den ersten sieben Monaten des Vorjahres zugenommen. Insgesamt wurden 85.499 Ausbildungsverträge geschlossen, trotzdem sind rund 20.000 Lehrstellen im Handwerk noch nicht besetzt. Der ZDH rechnet damit, dass in diesem Jahr voraussichtlich 10.000 freie Ausbildungsplätze übrig bleiben.
dapd/dhz