Der ehemalige BayernLB-Manager Gerhard Gribkowsky steht in der Affäre um den Verkauf der Formel-1-Anteile der Bank einem Bericht zufolge kurz vor einer Anklage. Auch Formel-1-Chef Bernie Ecclestone könnte ein Strafbefehl oder eine Anklage drohen, wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt. Die Staatsanwaltschaft kommentierte den Bericht auf Anfrage nicht.
Bericht: Gribkowsky und möglicherweise auch Ecclestone vor Anklage
München (dapd). Der ehemalige BayernLB-Manager Gerhard Gribkowsky steht in der Affäre um den Verkauf der Formel-1-Anteile der Bank einem Bericht zufolge kurz vor einer Anklage. Auch Formel-1-Chef Bernie Ecclestone könnte ein Strafbefehl oder eine Anklage drohen, wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt. Die Staatsanwaltschaft kommentierte den Bericht auf Anfrage nicht.
Die Ermittlungen stünden kurz vor dem Abschluss, schreibt die Zeitung. Zur Erhebung der Anklage gegen Gribkowsky, der nach wie vor in Untersuchungshaft sitzt, könne es noch im Juli kommen. Möglicher Inhalt: Untreue und Steuerhinterziehung, eventuell auch Bestechlichkeit. Bei Ecclestone könnte es um Beihilfe zur Untreue gehen, heißt es. Hier sei eine Anklage oder ein Strafbefehl möglich, bei dem der Formel-1-Chef mit einer Geldstrafe davonkäme und nicht vor Gericht erscheinen müsste.
Der Zeitung zufolge sollen die im Fokus der Ermittler stehenden Vorgänge folgendermaßen abgelaufen sein: Die BayernLB habe Ecclestone beim Verkauf der Anteile an der Rennserie ein Beraterhonorar von gut 40 Millionen Euro gezahlt. Der bei der Bank für den Verkauf zuständige Gribkowsky habe dann von Firmen, die Ecclestone zuzurechnen seien, heimlich ein Honorar in ähnlicher Höhe erhalten. Ecclestone soll sich dem Bericht zufolge auf den Deal eingelassen haben, weil er sich mit dem neuen Eigentümer der Anteile eine bessere Zusammenarbeit erhofft habe.
Gribkowsky hätte demnach Gelder seines Arbeitgebers veruntreut und Ecclestone hätte ihm dabei geholfen. Die BayernLB fordert wegen der Affäre auch Schadenersatz von ihrem früheren Manager. Dessen Vermögen wurde kürzlich auf Antrag des Instituts vom Landgericht München eingefroren. Damit ist sichergestellt, dass Gribkowsky über seine Kontoguthaben und Immobilien nicht mehr verfügen kann.
dapd
