Die unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Christine Bergmann, fordert die Anerkennung des den Opfern widerfahrenen Unrechts. Diese Anerkennung sei den Betroffenen am wichtigsten, sagte Bergmann am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Die Missbrauchsopfer hätten lange schweigen müssen und keine Hilfe bekommen.
Bergmann kämpft für Missbrauchsopfer
Köln (dapd). Die unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Christine Bergmann, fordert die Anerkennung des den Opfern widerfahrenen Unrechts. Diese Anerkennung sei den Betroffenen am wichtigsten, sagte Bergmann am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Die Missbrauchsopfer hätten lange schweigen müssen und keine Hilfe bekommen.
Weitere Forderungen der Betroffenen seien mehr Beratungs- und Therapieangebote. Auch das Thema finanzielle Entschädigung sei wichtig, fügte Bergmann hinzu. Nicht alle Therapien, die den Opfern helfen könnten, würden derzeit von den Krankenkassen bezahlt. Das betrifft laut Bergmann insbesondere traumatherapeutische Verfahren. Wichtig sei auch der schnellere Zugang zu Therapien. Eine finanzielle Entschädigung würde zudem auch die Anerkennung der mitunter jahrzehntelangen Leiden der Betroffenen ausdrücken.
Bergmann, die im April 2010 ihre ehrenamtliche Arbeit als Missbrauchsbeauftragte der Regierung aufgenommen hatte, will am Dienstag ihren Abschlussbericht vorstellen.
dapd
