Nur 17 Prozent der Autofahrer tanken E10 Benzinpreis zieht wieder an

Benzin kostet nach anderthalb Wochen Entspannung wieder 1,60 Euro pro Liter oder mehr. Der Energie-Fachdienst EID meldete am Freitag in Hamburg einen Bundesdurchschnitt von 1,60 Euro, in manchen Regionen lagen die Preise schon darüber. Auch Diesel war mit 1,41 Euro wieder teurer.

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Benzinpreis zieht wieder an

Hamburg (dapd). Benzin kostet nach anderthalb Wochen Entspannung wieder 1,60 Euro pro Liter oder mehr. Der Energie-Fachdienst EID meldete am Freitag in Hamburg einen Bundesdurchschnitt von 1,60 Euro, in manchen Regionen lagen die Preise schon darüber. Auch Diesel war mit 1,41 Euro wieder teurer. Damit endet offenbar die Entlastung der Autofahrer, die mit dem Preisrutsch der Rohstoffe vor zwei Wochen eingeleitet worden war.

Noch am Montag hatte Benzin 1,56 Euro pro Liter gekostet, nach 1,61 Euro zum Ende der vorigen Woche. Diesel lag am Montag bei 1,39 Euro je Liter.

Auch der Ölpreis zieht wieder an: Das für Europa wichtige Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich am Freitag um mehr als einen Dollar auf über 114 Dollar pro Barrel (159 Liter). Auch US-Öl stieg um mehr als einen Dollar und übersprang zeitweilig wieder die 100-Dollar-Marke. Vor einer Woche war Nordseeöl neun Dollar billiger, US-Öl kostete sechs Dollar weniger.

Unterdessen verweigern sich die Autofahrer weiter dem umstrittenen Öko-Sprit E10. In einer Umfrage des Mineralölwirtschaftsverbandes unter mehr als 1.000 betroffenen Autofahrern erklärten nur 17 Prozent, sie hätten beim letzten Tankstopp E10 eingefüllt. Der Rest nahm bewusst Super oder Super Plus mit nur fünf Prozent Ethanol, wie der Verband mitteilte.

Befragt nach den Hauptgründen für ihre Ablehnung von E10 nannten 52 Prozent der Autofahrer nach wie vor Angst vor einem Motorschaden. Zweifel an der Umweltverträglichkeit von E10 und die Weigerung, Lebensmittel zu tanken, sind für 50 Prozent ein Grund für ihre E10-Ablehnung, wie es hieß.

dapd