Steuertipp Benzingutschein: Bis zu welchem Betrag ist er steuerfrei?

Ein beliebtes steuerfreies Gehaltsextra ist der Benzingutschein. Der Mitarbeiter bekommt einen Tankgutschein oder eine Tankkarte und kann damit Treibstoff oder andere Waren und Dienstleistungen bei der Tankstelle einlösen. Hier spricht man nicht von Barlohn, sondern von einer Sachzuwendung.  

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Und solche Sachzuwendungen sind im Jahr 2022 bis zu einem Betrag von 50 Euro pro Monat (bis Ende 2021: 44 Euro) steuerfrei. Der Arbeitgeber darf die Gutscheine aber nicht für das ganze Jahr auf einmal aushändigen. Denn dann gelten die Sachzuwendungen in diesem Zeitpunkt insgesamt als zugeflossen und die monatliche 50-Euro-Freigrenze ist überschritten. Folge: Dann liegt Arbeitslohn vor, der voll versteuern werden muss. 

Monatlicher Tankgutschein in Höhe von bis zu 50 Euro steuerfrei

Selbst wenn der Arbeitgeber einem Mitarbeiter einen monatlichen Tankgutschein in Höhe von bis zu 50 Euro zusteckt, mindert das nicht den Werbungskostenabzug für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit.

Steuertipp: Es muss nicht immer ein Benzingutschein sein. Arbeitgeber können Mitarbeitern auch andere Gutscheine bis zu einem Betrag von 50 Euro im Monat steuerfrei aushändigen. Dabei sind 2022 jedoch strengere Steuerspielregeln zu beachten. Nach § 2 Abs. 1 Nr. 10 ZAQG müssen für die Steuerfreit der monatlichen Zuwendungen in Höhe von 50 Euro folgende Voraussetzungen seit 1. Januar 2022 erfüllt sein (BMF, Schreiben v. 13.4.2021, Az. IV C 5 – S 2334/19/10007:002;): 

Die Gutscheine oder Geldkarten berechtigen dazu, 

  • Waren und Dienstleistungen
  • aufgrund von Akzeptanzstellen zwischen Aussteller/Emittent und Akzeptanzstellen 
  • bei einem begrenzten Kreis von Akzeptanzstellen im Inland zu beziehen. dhz