Der Ausbau des Stromnetzes wird nach Auffassung der Bundesnetzagentur zu einem Preisanstieg von bis zu 1,5 Cent je Kilowattstunde führen. "Wir rechnen mit 20 bis 40 Milliarden Euro an Kosten", sagte Behördenchef Matthias Kurth den Zeitungen der "WAZ"-Mediengruppe (Montagausgaben). Der Betrag verteile sich aber über viele Jahre.
Behörde rechnet wegen Netzausbau mit höheren Strompreisen
Essen (dapd). Der Ausbau des Stromnetzes wird nach Auffassung der Bundesnetzagentur zu einem Preisanstieg von bis zu 1,5 Cent je Kilowattstunde führen. "Wir rechnen mit 20 bis 40 Milliarden Euro an Kosten", sagte Behördenchef Matthias Kurth den Zeitungen der "WAZ"-Mediengruppe (Montagausgaben). Der Betrag verteile sich aber über viele Jahre. Die Kostensteigerung infolge zusätzlicher Stromtrassen sei aber "beherrschbar".
Nach dem Moratorium für Atomkraftwerke warnt Kurth zudem vor einer Abschaltung von weiteren Kraftwerken, wie die "WAZ"-Blätter berichten. "Ein Spielraum für weitere Abschaltungen von Kraftwerken - egal welcher Art - ist nicht mehr vorhanden", sagte er demnach. "Unser Puffer bei der Stromerzeugung ist nicht mehr vorhanden, wenn wir eine besonders hohe Nachfrage nach Strom haben." Wenn weitere Atomkraftwerke vom Netz gingen, könne man den Strombedarf nicht mehr allein in Deutschland decken und wäre auf Stromimporte angewiesen.
Kurth warnte dabei vor Lieferengpässen: "Auch im Ausland ist der Strom nicht immer und an allen Tagen in dem Maße vorhanden, wie es nötig wäre." Schließlich gingen auch in den Nachbarländern einige Atomkraftwerke wegen Revisionen vom Netz und einige Länder seien schon jetzt von Importen abhängig.
dapd
