Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Landesbank (BayernLB), Werner Schmidt, tritt zurück. Der Opposition reicht das jedoch nicht, sie fordert den Rücktritt von Finanzminister Erwin Huber.
BayernLB-Chef Werner Schmidt legt Amt nieder
Schmidt kündigte in einer Sitzung des Verwaltungsrats an, sein Amt zum 1. März niederzulegen. Er habe seinen Vertrag vertragsgemäß zum 31. August gekündigt, hieß es in einer Mitteilung des Verwaltungsrats. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden sei vom Verwaltungsrat das bisherige Vorstandsmitglied Michael Kemmer berufen worden.
Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) bezeichnete die Rücktrittsankündigung als "konsequent und richtig". Bei der Informationspolitik über die Belastungen der BayernLB sei es zu einer massiven Kommunikationspanne gekommen.
Rücktrittsforderungen der Opposition an Bayerns Finanzminister Erwin Huber (CSU) bezeichnete Beckstein als "abwegig" und ein "plumpes Wahlkampfmanöver". Huber sei durch die jüngste Entwicklung nicht beschädigt.
Der Vorsitzende des Verwaltungsrats der BayernLB, Bayerns Sparkassenverband-Präsident Siegfried Naser, und Verwaltungsratsvize Huber (CSU) würdigten die "großen Verdienste" Schmidts um die Landesbank. Er habe den Vorstandsvorsitz in einer schwierigen Zeit übernommen "und die Bank in Zeiten großer Umbrüche fit für die Zukunft gemacht". Die Neuausrichtung der BayernLB als Antwort auf den Wegfall von Anstaltslast und Gewährträgerhaftung sei sein Verdienst.
Der künftige Vorstandschef Kemmer ist Bankkaufmann und Betriebswirt und gehört dem Vorstand der BayernLB seit 1. Juli 2006 an. Davor war er den Angaben zufolge von Juni 2003 bis Dezember 2005 Mitglied des Vorstandes der HVB Group. Von 1996 bis 2003 leitete er den Zentralbereich Konzern-Rechnungswesen und -controlling der Bayerischen Vereinsbank AG, München.
ddp
