Pflanzenschutzsparte übertrifft Erwartungen - Wachstum im Pharmabereich bleibt aber schwach Bayer erhöht Gewinnprognose

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Jahr erhöht. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) werde voraussichtlich auf über 7,5 Milliarden Euro steigen, berichtete das Unternehmen am Donnerstag in Leverkusen. Bisher war der Konzern von einer Steigerung "in Richtung 7,5 Milliarden Euro" ausgegangen.

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Bayer erhöht Gewinnprognose

Leverkusen (dapd). Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Jahr erhöht. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) werde voraussichtlich auf über 7,5 Milliarden Euro steigen, berichtete das Unternehmen am Donnerstag in Leverkusen. Bisher war der Konzern von einer Steigerung "in Richtung 7,5 Milliarden Euro" ausgegangen. Auch der Umsatz soll um rund eine Milliarde Euro höher ausfallen, als bislang erwartet.

Ausschlaggebend für die Erhöhung der Gewinnprognose war nach Unternehmensangaben vor allem der unerwartete gute Saisonstart der Pflanzenschutzsparte CropScience. Hier profitierte der Konzern nicht nur vom warmen Frühling in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre, sondern auch vom Anstieg der Preise für Agrarrohstoffe.

Auch in der Kunststoffsparte MaterialScience stehen die Zeichen Bayer zufolge angesichts der guten Konjunkturentwicklung weiter auf Wachstum. Dagegen hinkt das wichtige Pharmageschäft der Entwicklung in den anderen Geschäftsbereiche hinterher. Hier rechnet der Konzern in diesem Jahr mit einem Wachstum unter dem Marktdurchschnitt. Besser läuft das Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln.

Insgesamt konnte Bayer im ersten Quartal 2011 seinen Umsatz um 13,2 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro steigern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhe sich um 4 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn stieg um 8,4 Prozent auf 684 Millionen Euro.

Die Ergebnissteigerung wäre noch höher ausgefallen, hätte der Konzern nicht Sonderaufwendungen in Höhe von rund 442 Millionen Euro verkraften müssen. Davon entfielen 248 Millionen Euro auf die Kosten der Restrukturierungsprogramme im Pflanzenschutz und im Gesundheitsgeschäft. Außerdem bildete der Konzern Rückstellungen in Höhe von 194 Millionen Euro für ein angestrebtes Vergleichsprogramm im Rechtsstreit um gentechnisch veränderte Reispflanzen in den USA. "Wir hoffen, damit nun einen Großteil dieses Themenkomplexes verarbeitet zu haben", sagte Bayer-Chef Marijn Dekkers.

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