Betriebe erwarten weitere Umsatzsteigerung Bauwirtschaft will Gebäudesanierung stärker fördern

Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB) fordert die Bundesregierung auf, die Fördermittel für die Gebäudesanierung wieder aufzustocken. Mindestens zwei Milliarden Euro werden laut Verbandschef Schneider für die Sanierung von rund 25 Millionen Wohnungen benötigt.

Frank Muck

Bauwirtschaft will Gebäudesanierung stärker fördern

Unterstützt wird der BVB von insgesamt 22 Verbänden, darunter der WWF, der Nabu und der Deutsche Mieterbund. Das Ziel eines im Jahr 2050 erreichten CO2-neutralen Gebäudebestands fordere immense Investitionen der Eigentümer, für die es "intelligente Investitionsanreize“ bedürfe. Die positiven Effekte durch private Investitionen seien unbestritten. Ein Euro Förderung löse neun Euro privaten Mitteleinsatz aus. 90 Prozent dessen gingen in die lokale Wertschöpfung und den deutschen Mittelstand. Dadurch würden knapp 300.000 Arbeitsplätze geschaffen und gesichert.

Konjunkturell sind die Betriebe über alle Branchen hinweg zufrieden. Die Betriebe des Bauhauptgewerbes, des Ausbauhandwerks sowie der Energie- und Gebäudetechnik verzeichneten im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs von zwei Prozent im vergangenen Jahr. Nach Auskunft der BVB werde sich die konjunkturelle Entwicklung im laufenden Jahr fortsetzen. Der Umsatz im Bereich der BVB werde im Jahr 2011 von 192 Milliarden Euro auf 195 Milliarden Euro wachsen, sagte Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der BVB.

Umsatzsteigerung von drei Prozent im Wohnungsbau erwartet

Die einzelnen Gewerke schauen positiv auf die kommenden Monate. Die Tischler und Schreiner etwa erwarten Umsatzzuwächse von vier Prozent. Auch das Bauhauptgewerbe rechnet zumindest im Wohnungsbau mit einer Umsatzsteigerung von drei Prozent. Nach Einschätzung der BVB werden alle anderen Sparten geringere Zuwächse erreichen, so dass sich insgesamt ein um ein Prozent höherer Umsatz ergeben werde.

Geradezu euphorisch hätten die Betriebe der Sanitär-, Heizung-, Klimabrache das vergangene Jahr abgeschlossen. Dort rechnet sei sechs Prozent mehr Umsatz erzielt worden. Für dieses Jahr werden fallen die Erwartungen mit zwei Prozent nicht ganz so hoch aus.