Bau Bauwirtschaft erwartet mehr Umsatz

Trotz eines rückläufigen Wohnungsneubaus blickt die mittelständische deutsche Bauwirtschaft weiterhin optimistisch auf das laufende Jahr. Derzeit rechnen die rund 300.000 Mitgliedsunternehmen der Bundesvereinigung Bauwirtschaft mit einem Umsatzwachstum von 2,1 Prozent auf 180 Milliarden Euro.

Bauwirtschaft erwartet mehr Umsatz

Die Zahl der Beschäftigten werde den Schätzungen zufolge geringfügig auf 2,7 Millionen ansteigen. Zuwächse seien vor allem bei der Energie- und Gebäudetechnik sowie bei Dienstleistungen zu erwarten, sagte der Vorsitzende Karl-Heinz Schneider. Dort werde mit einem gestiegenen Umsatz von 68 Milliarden Euro gerechnet, was ein Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeuten würde.

Sorge bereite hingegen weiterhin der Wohnungsneubau, sagte Schneider. Nachdem die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohngebäude im vergangenen Jahr "förmlich eingebrochen" sei, bewegten sich auch die Genehmigungszahlen der ersten beiden Monate 2008 auf niedrigem Niveau. Zwar gebe es bei den Ein- und Zweifamilienhäusern ein leichtes Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch dies bedeute keinesfalls eine Entspannung im Wohnungsneubau, sondern "höchstens eine Stabilisierung auf einem zu niedrigen Niveau".

Um wenigstens die Nachfrage nach Modernisierungsmaßnahmen anzukurbeln, forderte Schneider einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für arbeitsintensive Dienstleistungen. Insbesondere private Eigentümer bräuchten derlei Impulse, um notwendige Arbeiten in Auftrag zu geben, sagte er zur Begründung. Durch die Verweigerung der Einführung eines solchen Satzes verzichte Deutschland "auf die Schaffung einer großen Zahl von Arbeitsplätzen", warnte Schneider.

ddp