ZDB Bauverband gegen schnelle Lohnangleichung in Ost und West

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Hans-Hartwig Loewenstein, weist Forderungen der Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt nach einer schnellen Angleichung der Löhne zwischen Ost und West zurück.

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Bauverband gegen schnelle Lohnangleichung in Ost und West

Die Unterschiede bei den Tariflöhnen seien zu groß und ließen sich deshalb nur schrittweise beseitigen, sagte Loewenstein der "Leipziger Volkszeitung". So sei auch erst mittelfristig mit einer gleichen Entlohnung in der Baubranche zu rechnen.

Andernfalls würden die Bauunternehmen in den neuen Ländern in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, sagte Loewenstein. Die Folge der überzogenen Forderungen der Gewerkschaften wären Beschäftigungsabbau und Betriebsschließungen. Er appellierte an die IG BAU, bei ihren Lohnforderungen für die ostdeutschen Beschäftigten mehr die wirtschaftliche Realität in den neuen Ländern zu berücksichtigen.

Loewenstein schlug vor, die Lohnangleichung von der jeweiligen konjunkturellen Lage abhängig zu machen. Erhöhungen über einen Zeitraum von drei oder vier Jahren festzuschreiben lehne er wegen der Unsicherheit bei der Prognose über die Entwicklung der Baukonjunktur ab.

ddp