Bundesvereinigung der Bauwirtschaft Bauhandwerk fordert Investitionsprogramm

Das deutsche Bauhandwerk bekommt den wirtschaftlichen Abschwung zu spüren und rechnet 2009 mit einem Umsatzrückgang. „Nachdem bis in den Herbst hinein gut zu tun war, geht nun die Ordertätigkeit deutlich zurück“, sagt der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Karl-Heinz Schneider. Von Karin Birk, Berlin

Foto: ddp

Bauhandwerk fordert Investitionsprogramm

Nach einem „vergleichsweisen guten Jahr 2008“ rechne er deshalb 2009 mit einem schwierigeren Jahr, sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB). So werde nach den aktuellen Prognosen der Umsatz 2009 nur um 1,1 Prozent auf 183,5 Milliarden Euro zulegen, nachdem er 2008 noch um 2,9 Prozent auf 181,5 Milliarden Euro angewachsen war. Die Zahl der Mitarbeiter werde dabei 2009 um 40.000 auf 2,69 Millionen zurückgehen.

Angesichts dieser Zahlen fordert die Bundesvereinigung Bauwirtschaft, die rund 300.000 Betriebe des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks vertritt, ein Konjunkturpaket, das „ausschließlich auf Investitionen“ setzt. „Wir schlagen vor, den Kommunen in den kommenden beiden Jahren jeweils zehn Milliarden Euro zur Sanierung der maroden Infrastruktur zur Verfügung zu stellen“, sagte Schneider. Dies könne in Form eines Sondervermögens geschehen, so dass das Geld direkt von den Kommunen beansprucht werden und die Investitionen binnen weniger Monate umgesetzt werden könnten.

Nach den bisherigen BVB-Prognosen wird das schwächere Umsatzwachstum 2009 vor allem durch steigende Investitionen im Bereich Gebäude- und Anlagentechnik getragen. Hier könne mit einem Umsatzzuwachs von 2,5 Prozent (Vorjahr: 3,8) auf 69,7 Milliarden Euro (68,0) gerechnet werden. Dagegen erwartet Schneider für den Bereich des Bauhauptgewerbes „bestenfalls eine Stagnation der Umsätze“. Dabei hatte das Bauhauptgewerbe 2008 mit 62,5 Milliarden Euro seinen Umsatz noch um 5,2 Prozent steigern können. Auch beim Ausbaugewerbe geht Schneider für 2009 nur von einem leichten Plus von 0,6 Prozent auf 51,3 Milliarden Euro aus.