Zentralverband Deutsches Baugewerbe Baugewerbe rechnet mit Stellenabbau

Aufgrund einer stagnierenden Umsatzentwicklung rechnet das deutsche Baugewerbe in diesem Jahr mit einem Rückgang der Arbeitsplätze. Mit der derzeitigen Baukonjunktur zeigt sich der Verband unzufrieden.

Foto: ddp

Baugewerbe rechnet mit Stellenabbau

Die Beschäftigtenzahl werde 2008 voraussichtlich um 7.000 auf rund 707.000 Personen zurückgehen, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Hans-Hartwig Loewenstein. Der Branchenumsatz werde voraussichtlich auf dem erwarteten Vorjahresniveau von 82 Milliarden Euro stagnieren.

"Angesichts gestiegener Kosten, die selten an die Kunden weitergegeben werden können, bleibt die Ertragslage für die Betriebe weiterhin schwierig", sagte Loewenstein. Ein schwerwiegendes und anhaltendes Wettbewerbsproblem sei die "graue und schwarze Konkurrenz", beklagte der ZDB-Präsident. Zudem werde beim Wohnungsneubau ein Umsatzrückgang von neun Prozent auf rund 23 Milliarden Euro erwartet.

Im vergangenen Jahr dürften die Umsätze im Baugewerbe niedriger als zunächst vom Verband erwartet ausgefallen sein. "Die von uns zuletzt prognostizierten plus 1,5 Prozent werden sich als zu hoch erweisen", sagte Loewenstein auf der Basis der bislang bis einschließlich November 2007 vorliegenden Umsatzzahlen.

Daher werde mit einem Jahresumsatz von knapp 82 Milliarden Euro gerechnet. Das entspräche einem Anstieg gegenüber 2006 von 0,6 Prozent. Die Zahl der Arbeitsplätze sei um 4.000 auf 714.000 gestiegen.

ddp