Baugewerbe kritisiert Kürzungen

KfW-Förderung zur Gebäudesanierung soll halbiert werden

Baugewerbe kritisiert Kürzungen

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) kritisiert die geplanten Kürzungen der Förderungen zur Gebäudesanierung. Der aktuelle Entwurf des Bundeshaushaltsplanes 2010 sehe eine Halbierung von 2,2 Milliarden Euro auf 1,1 Milliarden Euro vor.

Gleichzeitig fordert der ZDB in einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks die Bundesregierung auf, mindestens das ursprünglich vorgesehene Fördervolumen von 1,5 Milliarden Euro für das laufende Jahr bereitzustellen.

Die Förderungen der KfW-Bank motivieren laut Verband Eigenheimbesitzer und Vermieter, privates Kapital zu investieren. Dies sorge für Aufträge in der Bauwirtschaft, sichere Arbeitsplätze und treibe die energetische Gebäudesanierung und somit den Klimaschutz voran. Sogar während der Wirtschaftskrise sei in die Sanierung von Gebäuden und Wohnungen investiert worden.

Karl Robl, Hauptgeschäftsführer des Verbands, fordert deshalb dauerhafte Förderungen für die Bauwirtschaft. Da deren Enwicklung regelmäßig verzögert stattfinde, treffe die Wirtschaftskrise die Branche erst 2011 in vollem Ausmaß. Zudem werde die Konkurrenz aus Mittel- und Osteuropa größer. Ab nächstem Jahr dürfen Bauunternehmen aus diesen Ländern sämtliche Leistungen in Deutschland anbieten, die bisherigen Beschränkungen enden 2011. Daher solle nicht auch noch der private Wohnungsbau durch Kürzungen der KfW-Programme geschwächt werden.dhz