Blaulicht Bauarbeiter verursachen Öl-Umweltdelikt – Polizei ermittelt

Auf einer Baustelle in Dortmund-Bövinghausen kam es zu einem schweren Umweltdelikt: Mehrere Bauarbeiter sollen ölhaltige Flüssigkeit in den Boden eingeleitet haben. Jetzt laufen die Ermittlungen – es drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Umweltalarm in Dortmund: Öl läuft auf Baustelle in den Boden. (Symbolbild) - © Animaflora PicsStock - stock.adobe.com

Ein schwerwiegender Umweltverstoß beschäftigt derzeit Polizei und Umweltamt in Dortmund. Auf einer Baustelle an der Provinzialstraße in Dortmund-Bövinghausen soll ein Baggerfahrer ein altes, rostiges Fass aus einem Erdhügel gehoben und zerdrückt haben. Dabei liefen mehrere Liter einer öligen Flüssigkeit in den Boden. Anschließend wurde die Mulde laut einer Zeugin mit Erde zugeschüttet – offenbar, um die Spuren zu beseitigen.

Feuerwehr und Umweltamt verhindern größere Kontamination

Die Zeugin reagierte sofort und alarmierte die Polizei. Kurz darauf rückten Feuerwehr und Umweltamt an. Sie sicherten die betroffene Stelle, deckten sie ab und verhinderten, dass das Öl weiter in das Erdreich sickert. Die kontaminierte Erde soll nun fachgerecht entsorgt werden, um weitere Umweltschäden zu vermeiden.

Polizei ermittelt gegen drei Bauarbeiter

Am Folgetag trafen Ermittler drei Bauarbeiter an, die der Beschreibung der Zeugin entsprachen. Die Männer sollen an dem Vorfall beteiligt gewesen sein und werden nun verdächtigt, ölhaltige Substanzen unerlaubt in den Boden eingebracht zu haben. Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen Bodenverunreinigung eingeleitet.

Ein solches Umweltdelikt kann laut Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden. Die Ermittlungen dauern an.

Polizei lobt schnelles Handeln der Zeugin

Dank des schnellen Eingreifens der Zeugin und der Behörden konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Polizei weist darauf hin, dass das unsachgemäße Entsorgen von Öl oder Chemikalien eine erhebliche Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt darstellt – und konsequent strafrechtlich verfolgt wird. avs