Was als Dachrinnen-Reparatur für wenige hundert Euro beginnt, endet mit einem abgedeckten Dach und einer Forderung von fast 50.000 Euro. Im Main-Kinzig-Kreis haben reisende Handwerker einen Hauseigentümer massiv unter Druck gesetzt – bis eine aufmerksame Bankangestellte eingriff.

Die Polizei ermittelt wegen mutmaßlichen Wuchers gegen reisende unseriöse Handwerker, die einem Hauseigentümer im Main-Kinzig-Kreis das Dach abgedeckt haben. Sie waren bei ihm in Brachttal aufgetaucht und boten ihm zunächst an, seine Dachrinne für wenige hundert Euro zu reparieren, wie die Polizei mitteilte. Während der Arbeiten wiesen sie laut Polizei auf weitere, angeblich dringend zu beseitigende Dachschäden hin und boten an, sie ebenfalls sofort zu beheben.
Vereitelung in letzter Minute
Anschließend deckten die Männer das Dach ab und verlangten zunächst eine hohe vierstellige Summe als Anzahlung. "Unter Druck zahlte der Hausbesitzer den Betrag", hieß es weiter. Später sollte der Hauseigentümer insgesamt fast 50.000 Euro überweisen. Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin schöpfte Verdacht und hielt die Überweisung zurück. Die Polizei wurde informiert. dpa/avs