3,9 Milliarden entfallen auf eine Rückstellung für "Bad Bank" der Hypo Real Estate Bankenrettungsfonds macht 4,8 Milliarden Euro Verlust

Der bundeseigene Bankenrettungsfonds SoFFin hat das vergangene Jahr mit einem Verlust von 4,8 Milliarden Euro abgeschlossen. Davon entfallen 3,9 Milliarden auf eine Rückstellung für die "Bad Bank" der Hypo Real Estate (HRE), die restlichen 900 Millionen auf Wertberichtigungen der SoFFin-Beteiligungen an der WestLB, der Aareal-Bank und der Commerzbank.

Foto: dapd

Bankenrettungsfonds macht 4,8 Milliarden Euro Verlust

München (dapd). Der bundeseigene Bankenrettungsfonds SoFFin hat das vergangene Jahr mit einem Verlust von 4,8 Milliarden Euro abgeschlossen. Davon entfallen 3,9 Milliarden auf eine Rückstellung für die "Bad Bank" der Hypo Real Estate (HRE), die restlichen 900 Millionen auf Wertberichtigungen der SoFFin-Beteiligungen an der WestLB, der Aareal-Bank und der Commerzbank. Das teilte die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung am Freitag in Frankfurt mit.

Mit der geplanten Zahlung an die HRE-Abwicklungsanstalt wird die Bundeshilfe für die verstaatlichte Pfandbriefbank wie angekündigt auf insgesamt 10 Milliarden Euro steigen. Die 3,9 Milliarden Euro sollen der Abwicklungsanstalt reichen, um ihre Verluste in den nächsten zehn Jahren auszugleichen.

Neue Stützungsmaßnahmen darf der SoFFin seit Jahresende nicht mehr gewähren. Bis Ende April schrumpfte der Garantienrahmen für die IKB, die HSH Nordbank und weitere Institute auf 36 Milliarden Euro. "Die späteste Fälligkeit liegt Anfang 2015. Nach heutigem Stand ist mit keinem Ausfall zu rechnen", erklärte die Bundesanstalt. Sie kassiert ab 2011 die neue Bankenabgabe, die in den Restrukturierungsfonds fließt.

dapd