Altersgrenze beim Autofahren Bald mit 16 alleine zum Ausbildungsbetrieb cruisen

Der Weg zur Ausbildungsstelle wird für Lehrlinge oft lang – vor allem auf dem Land. CDU-Politiker fordern nun die Altersgrenze für den Führerschein auf 16 Jahre herabzusetzen. Doch nur unter bestimmten Auflagen.

Endlich sollen Auszubildende auch auf dem Land schnell zur Arbeit kommen: CDU-Politiker fordern den Führerschein ab 16 Jahren. - © Uwe Annas/Fotolia

Auf dem Land können dreißig Kilometer bis zum Ausbildungsplatz für Lehrlinge täglich mehrere Stunden Fahrt bedeuten. Ist der Öffentliche Nahverkehr schlecht ausgebaut, verbringen sie viel Zeit an Bus- und Bahnhaltestellen. Nach dem Willen von CDU-Politikern sollen Auszubildende nicht länger auf der Straße ausgebremst werden.

Der parlamentarische Staatssekretär im Verbraucherministerium, Peter Bleser (CDU), fordert in der "Saarbrücker Zeitung" den Führerschein mit 16. Demnach hat der CDU-Fachausschusses Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz einen entsprechenden Beschluss gefasst. Dieser wurde laut "Saarbrücker Zeitung" am Montag auch im Bundesvorstand der CDU beraten.

Bis 18 nur mit 80 Stundenkilometer

Um die Unfallgefahr durch die 16-jährigen Autofahrer zu reduzieren, sollen sie nach dem CDU-Plan nicht schneller als 80 Stundenkilometer fahren dürfen. Außerdem soll für die Fahrerlaubnis die Zustimmung der Eltern erforderlich sein.

Mit dem Vorhaben soll das Leben auf dem Land für Jugendliche attraktiver werden. Bisher können Auszubildende nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Fahrerlaubnis mit 16 bekommen: Für die Ausnahmegenehmigung müssen sie nachweisen, dass sie ohne eigenes Auto nicht zum Ausbildungsbetrieb kommen. Die Fahrerlaubnis gilt dann nur für die Pendelstrecke. Die meisten Azubis müssen dagegen lange Zug- und Bahnfahrten in Kauf nehmen.

Begleitetes Fahren umstritten

Auch das begleitete Fahren ab 17 hilft für den Weg zum Ausbildungsort nach Einschätzung Blesers nicht. Nach dieser Regelung dürfen Jugendliche nur in Begleitung eines auf dem Führerschein eingetragenen Erwachsenen fahren.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sieht die Problematik bisher nicht. Im Bayerischen Rundfunk sagte: "Wir haben mit dem begleiteten Fahren mit 17 eine hervorragende Regelung." cg