Bieck: Die GDL profiliert sich auf Kosten der übrigen Bahnbeschäftigten Bahngewerkschaften auf Konfliktkurs

Bei der Bahn steht möglicherweise ein neuer Streit mit den Gewerkschaften an. Die Eisenbahngewerkschaft EVG will den mit der Lokführergewerkschaft GDL geschlossen Grundlagenvertrag, der die Zusammenarbeit der Gewerkschaften regelt, auslaufen lassen, wie der Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe) berichtet.

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Bahngewerkschaften auf Konfliktkurs

Berlin (dapd). Bei der Bahn steht möglicherweise ein neuer Streit mit den Gewerkschaften an. Die Eisenbahngewerkschaft EVG will den mit der Lokführergewerkschaft GDL geschlossen Grundlagenvertrag, der die Zusammenarbeit der Gewerkschaften regelt, auslaufen lassen, wie der Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe) berichtet. Die Kooperation funktioniere nicht, sagte EVG-Vorstandsmitglied Reiner Bieck, denn die GDL profiliere sich auf Kosten der übrigen Bahnbeschäftigten.

Der Vertrag kann frühestens zum Juni 2014 gekündigt werden. "Wenn ab 2014 jede Gewerkschaft für alle Beschäftigten der Bahn verhandelt, dann kann es krachen", sagte Bieck.

GDL-Chef Claus Weselsky reagierte gelassen. "Der Arbeitgeber entscheidet, mit wem er einen Tarifvertrag abschließt", zitiert die Zeitung den Gewerkschafter. Der Ball liege also im Feld des Bahnvorstands.

dapd