Die Deutsche Bahn AG und Siemens sind sich einig über den mehr als fünf Milliarden Euro schweren Auftrag für rund 300 IC- und ICE-Züge. Sie sollen ab 2014 in mehreren Tranchen geliefert werden und zunächst die teils maroden Intercity- und Eurocity-Züge ersetzen, wie mit der Angelegenheit Vertraute am Freitag der Nachrichtenagentur dapd bestätigten.
Bahn mit Siemens über Milliardenauftrag für 300 IC/ICE-Züge einig
Berlin (dapd). Die Deutsche Bahn AG und Siemens sind sich einig über den mehr als fünf Milliarden Euro schweren Auftrag für rund 300 IC- und ICE-Züge. Sie sollen ab 2014 in mehreren Tranchen geliefert werden und zunächst die teils maroden Intercity- und Eurocity-Züge ersetzen, wie mit der Angelegenheit Vertraute am Freitag der Nachrichtenagentur dapd bestätigten. Offiziell nahmen weder die Bahn noch Siemens Stellung dazu.
Am Gründonnerstag will der Bahn-Aufsichtsrat die Einigung in einer Sondersitzung absegnen. Danach beginnt eine 14-tägige Einspruchsfrist, in der zum Beispiel unterlegene Wettbewerber widersprechen können. Verzichten sie darauf, können ab 5. Mai die Verträge unterzeichnet werden.
Über die Bestellung wurde nicht zuletzt wegen der anhaltenden Qualitätsprobleme bei Zügen, aber auch wegen weit auseinandergehender Preisvorstellungen monatelang hart verhandelt. Die Vorstellungen für das Gesamtpaket bewegten sich noch zu Jahresbeginn zwischen 5,6 und 8,0 Milliarden Euro. Eine genaue Zahl wurde auch am Freitag nicht genannt.
Eine Siemens-Sprecherin sagte: "Wir befinden uns auf gutem Wege." Marktgerüchte kommentiere das Unternehmen aber nicht. Die DB hat bei Siemens bereits 16 Velaro-Hochgeschwindigkeitszüge als neue ICE bestellt. Die ersten sollen Ende dieses Jahres ausgeliefert werden.
Die Bahn AG will mit dem Auftrag vor allem langfristig zu einheitlichen Zugsystemen im Personenverkehr kommen, in dem wie bei einem Baukasten verschiedene Module für die unterschiedlichen Anforderungen wie Regional-, Fern- und Hochgeschwindigkeitsverkehr zusammengestellt werden können. Die Intercity-/Eurocity-Züge, die als erste ersetzt werden sollen, fahren teils bereits seit mehr als 30 Jahren.
dapd
