Mehr als sechs Milliarden Euro umfasst der Großauftrag der Deutschen Bahn AG für neue Fernverkehrszüge an Siemens, den der Aufsichtsrat des Staatskonzerns in einer Sondersitzung am (heutigen) Donnerstag billigen will. Verkehrs-Staatssekretär Klaus Scheurle erklärte im ZDF-"Morgenmagazin", für 6,066 Milliarden Euro sollten zunächst 195 Züge bestellt werden.
Bahn-Aufsichtsrat will Sechs-Milliarden-Deal für neue Züge billigen
Berlin (dapd). Mehr als sechs Milliarden Euro umfasst der Großauftrag der Deutschen Bahn AG für neue Fernverkehrszüge an Siemens, den der Aufsichtsrat des Staatskonzerns in einer Sondersitzung am (heutigen) Donnerstag billigen will. Verkehrs-Staatssekretär Klaus Scheurle erklärte im ZDF-"Morgenmagazin", für 6,066 Milliarden Euro sollten zunächst 195 Züge bestellt werden.
Insgesamt hat sich die Bahn eine Option auf 300 Züge gesichert. Die ersten 130 sollen ab 2016 die teils maroden Intercity- und Eurocity-Züge ersetzen. Ihre Auslieferung zieht sich bis 2021 hin. Um die chronische Knappheit an Fernverkehrszügen zu lindern, hat die Bahn außerdem 27 Doppelstockzüge bei dem Siemens-Mitbewerber Bombardier für das "Randnetz" des Intercity-Verkehrs bestellt, die ab 2013 geliefert werden sollen. Noch in diesem Jahr kommen ferner 16 Züge des ICE-3-Typs Velaro von Siemens für hohe Geschwindigkeiten, die teilweise so ausgelegt sind, dass sie durch den Kanaltunnel bis nach London fahren können.
Wenn der Aufsichtsrat seine Entscheidung gefällt hat, beginnt eine zweiwöchige Einspruchsfrist für unterlegene Mitbewerber, nach der die Verträge endgültig unterzeichnet werden können.
dapd
