Bäckerverband lehnt Grenzen für Lebensmittelzutaten ab

Weltgesundheitsorganisation will Höchstmaße

Bäckerverband lehnt Grenzen für Lebensmittelzutaten ab

Das WHO Regionalkomitee von Europa und die Vereinten Nationen wollen mit einem Bündel an Maßnahmen Krankheiten wie etwa Diabetes eindämmen. Die Pläne beinhalten auch neue Richtlinien zur Zusammensetzung von Lebensmitteln. Das Deutsche Bäckerhandwerk lehnt diese jedoch ab.

Weniger als 5 g Natrium
am Tag

Wenn es nach der UN-Generalversammlung und WHO Europa geht, könnten der Salz-, Zucker- und Fettgehalt von Lebensmitteln künftig nach festen Vorgaben auf ein Höchstmaß reduziert werden. Konkret ist der Ersatz von Transfettsäuren in Nahrungsmitteln durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie die Reduzierung der Salzaufnahme aus Nahrungsmitteln auf weniger als 5 g Natrium pro Tag und Person angedacht.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Fettleibigkeit auf diesem Weg bekämpfen zu wollen, hält der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV Bäcker) allerdings für den falschen Ansatz. „Menschen ändern ihr Ernährungsverhalten nicht durch Verbote, Vorschriften und Steuererhebungen“, sagt Verbandspräsident Peter Becker. Transparente Aufklärung über Gesundheitsrisiken und Tipps zu ausgewogener Ernährung seien hilfreicher bei der Vorsorge, ist Becker überzeugt.

UN und WHO betonen indes, dass bei den Resolutionen nationale Besonderheiten berücksichtigt werden sollen. Die Pläne seien als „Grundsatzoptionen“ und nicht als verbindliche Vorschriften zu verstehen. Als Hauptgründe für das Auftreten von nichtübertragbaren Krankheiten markierten UN und WHO auch einen Mangel an Bewegung, übermäßigen Alkoholkonsum und das Rauchen von Zigaretten.sg