Bäckerverband erstellt erstes Brotregister für Deutschland

Vielfalt soll Teil des immateriellen Weltkulturerbes werden

Bäckerverband erstellt erstes Brotregister für Deutschland

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks (ZV) will die deutsche Brotvielfalt in einem Brotregister festhalten, um zu zeigen, wie kreativ deutsche Backkunst ist.

Das Register sei, so der ZV, gleichzeitig ein erster Schritt, umdie deutsche Brotkultur über die UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe schützen zu lassen. Tatsächlich, so schätzt der Verband, gebe es deutlich mehr als 300 verschiedene von Bäckern angebotene Sorten.

Das erste Brotregister seiner Art werde dazu die entsprechenden Argumente liefern. Das Projekt immaterielles Weltkulturerbe stecke allerdings noch in den Kinderschuhen. Zunächst müsse Deutschland dem internationalen Übereinkommen zum Schutz von immateriellen Kulturgütern beitreten.

„Unabhängig von dem Projekt Weltkulturerbe sehen wir durch das Brotregister eine große Chance, zu zeigen, was das Bäckerhandwerk täglich leistet“, so Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes. Jeder, der seine Brotsorte eingibt, bekomme die Einmaligkeit schwarz auf weiß in Form einer Urkunde belegt.

In dem Register können alle Innungsbäcker ihre unterschiedlichen Sorten eintragen. Dabei müssen keine Betriebsgeheimnisse verraten werden. Allein die Angaben über Zutaten, Gewicht, Brotform und Backverfahren reichen aus, um die Verschiedenheit der Sorten festzustellen. Das Eingabeformular des Brotregisters wurde gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Beirat des Instituts für die Qualitätssicherung von Backwaren entwickelt und durch das Präsidium des Zentralverbandes geprüft. „Mit unserem Brotregister werden wir die Bundesregierung darin bestärken, dem UNESCO-Übereinkommen beizutreten“, so Hauptgeschäftsführer Amin Werner.www.brotregister.de

www.unesco.de/immaterielles-kulturerbe.html