Ein maskierter Täter fordert in einer Biberacher Filiale unter Vorhalt einer mutmaßlichen Pistole Bargeld – doch die Verkäuferin reagiert sofort. Mit lauten Schreien vertreibt sie den Mann, der ohne Beute flüchtet. Warum sie keine Sekunde Angst hatte und schon am nächsten Tag wieder hinter der Theke stand.

In einer Bäckereifiliale im schwäbischen Biberach kam es zu einem versuchten Raubüberfall. Ein bislang unbekannter, maskierter Täter betrat das Geschäft und forderte unter Vorhalt einer mutmaßlichen Pistole die Herausgabe von Bargeld. Die Reaktion der anwesenden Verkäuferin verhinderte jedoch die Tatausführung: Durch ihre sofortigen lauten Schreie in die Flucht geschlagen, verließe der Mann die Filiale ohne Beute, wie das Polizeipräsidium Ulm berichtet.
Täter flüchtig – Fahndung bislang erfolglos
Nach dem Vorfall flüchtete der Unbekannte. Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein, die jedoch bislang nicht zur Ergreifung des Mannes führte. Der Täter bleibt verschwunden.
Unerschrockenheit durch Lebenserfahrung
Die betroffene Bäckerei-Verkäuferin schilderte der Schwäbischen im Interview den Vorfall als eine Situation, die sie zwar bereits verarbeitet habe, bei der ihr die Gestalt des Maskierten jedoch noch immer deutlich vor Augen stehe.
Auf die Frage nach ihrem Empfinden erklärte sie, dass sie keine Angst verspürt habe und auch nicht bereit gewesen wäre, das Geld auszuhändigen. Ihre Entschlossenheit führte sie auf ihren bisherigen Lebensweg zurück; sie habe bereits so viel erlebt, dass sie sich auf einen solchen Tag vorbereitet gefühlt habe. Diese Haltung ermöglichte es ihr zudem, bereits am nächsten Tag ohne Furcht wieder an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. avs