Die Verhältnisse auf dem deutschen Ausbildungsmarkt haben sich leicht verbessert. In einer Umfrage des DGB gaben 40 Prozent der Auszubildenden an, regelmäßig Überstunden leisten zu müssen.
Bäcker- und Maler-Azubis oft unzufrieden mit ihrer Ausbildung
Ein Jahr zuvor seien es noch 42,3 Prozent gewesen, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock. Der DGB-Ausbildungsreport 2008 zeige auch, dass Überstunden großen Einfluss auf die Zufriedenheit der Auszubildenden hätten. So hätten von den "sehr Zufriedenen" fast 69 Prozent angegeben, keine Überstunden machen zu müssen. Von den "sehr Unzufriedenen" mussten hingegen 64 Prozent regelmäßig Mehrarbeit leisten.
Am zufriedensten mit ihrer Ausbildung waren dem Report zufolge Industriekaufleute, Kaufleute für Bürokommunikation und Bankkaufleute. Hier stimmten meist fachliche Anleitung, Ausbildungsinhalte und Vergütung, sagte Sehrbrock.
Bäcker- und Maler-Azubis oft unzufrieden
Anders sehe es hingegen in der Gastronomie sowie bei Bäckern und Malern aus. Dort seien in vielen Betrieben Hektik, ausbildungsfremde Tätigkeiten und viele Überstunden an der Tagesordnung.
Zugleich übte Sehrbrock Kritik an der Haltung der Arbeitgeber, die vielen Jugendlichen mangelnde Ausbildungsreife vorwerfen. "Ausbilder können nicht erwarten, dass sie die fertigen Persönlichkeiten an der Schultür abholen", sagte die DGB-Vize. Ausbildung sei vielmehr ein Prozess, in dem Jugendliche notfalls auch durch zusätzlichen Deutsch- oder Matheunterricht gefördert werden müssten.
Für seinen Report hatte der DGB 4.725 Auszubildende in den laut Bundesinstitut für Berufsbildung 25 meist frequentierten Ausbildungsberufen befragt.
ddp