Neuer Tarifvertrag im Bäckerhandwerk Bäcker: Mehr Geld für Auszubildende

Das Bäckerhandwerk sorgt sich um seine Zukunft: Deshalb bekommen Bäcker-Lehrlinge im Herbst eine deutliche Gehaltserhöhung. Es geht darum, dem einsetzenden Fachkräftemangel mit einer besseren Ausbildungsvergütung entgegenzuwirken.

Lehrlinge im Bäckerhandwerk bekommen ab September eine höhere Ausbildungsvergütung. - © Foto: contrastwerkstatt/Fotolia

Auszubildende im Bäckerhandwerk können sich freuen: Ab 1. September 2013 bekommen sie eine höhere Ausbildungsvergütung. Darauf einigten sich der Zentralverband des Deut schen Bäckerhandwerks e.V. und die Gewerk schaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Laut neuem Tarifvertrag erhalten Bäcker-Lehrlinge ab Herbst 11,7 Prozent mehr Geld:

  • Im ersten Ausbildungsjahr 430 Euro
  • Im zweiten Ausbildungsjahr 550 Euro
  • Im dritten Ausbildungsjahr 670 Euro.

Damit alle Auszubildenden der Branche von den neuen Tarifen profitieren können, beantragte der Zentralverband gemeinsam mit dem NGG beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den Tarifvertrag für allgemeinverbindlich zu erklären.

Mehr Jugendliche für Bäcker-Ausbildung gewinnen

Die Verhandlungspartner rechnen mit einer Ent scheidung noch im August. Auf jeden Fall würde der Tarifvertrag rückwirkend gelten, sollte der Be schluss länger auf sich warten lassen. "Wir sind zuversichtlich, dass der Antrag auf Allgemeinverbindlichkeit Erfolg hat. Das hat bisher ja immer geklappt", sagt Amin Werner, Hauptge schäftsführer des Zentralverbandes.

Eine angemessene Ausbildungsvergütung ist aus Sicht des Verbandes für die Zukunft des Handwerks wichtig. „Im Zuge des demographi schen Wandels und einsetzenden Fachkräftemangels sind gute Ausbildungsleistungen der Ausbildungsbetriebe eine wichtige Voraussetzung, um Personal und Fachkräfte im Bäckerhandwerk zu halten und zu binden. Eine angemessene Ausbildungsvergütung stellt dabei einen wichtigen Faktor für junge Leute dar, eine qualifizierte Ausbildung im Bäckerhandwerk zu beginnen“, sagt Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes. Der nun abge schlossene Tarifvertrag kann erstmals zum 30. August 2014 gekündigt werden. sch