Akkus im Test Autobatterie muss zum Fahrzeugtyp passen

Konstant gute Leistung, längere Haltbarkeit, aber ein höherer Preis: Das sind die Ergebnisse einer Untersuchung der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) zu modernen AGM-Autobatterien. Sie schnitten im Test besser ab als die Blei-Säure-Akkus. Doch die neue Technik passt nicht in jedes Fahrzeug.

AGM-Autobatterien sind laut einem GTÜ-Test robuster als andere Akkus. Doch sie müssen auch zum Fahrzeugtyp passen. - © Foto: Horst Schmidt/Fotolia

Die Untersuchung der GTÜ zeigte, dass herkömmliche Stromspeicher nach einer Tiefentladung oft ausgetauscht werden müssen oder nicht mehr die angegebene Nennkapazität erreichen. Bei den AGM-Autobatterien könnten die neuen Absorbent-Glass-Mat-Zellen noch einmal reanimiert werden, sagte GTÜ-Sprecher Hans-Jürgen Götz und wies damit auf die längere Haltbarkeit dieser Akkus hin.

Allein deshalb lohne der möglicherweise höhere Preis bei der Anschaffung einer neuen Autobatterie. Götz gibt allerdings zu bedenken, dass AGM-Batterien, die es auf dem deutschen Markt erst seit rund drei Jahren gibt, längst nicht für jeden Autotyp zugelassen sind. "Der Verbraucher sollte beim Hersteller nachfragen, ob dieser Batterietyp für sein Fahrzeug geeignet ist", sagte Götz. Auf den Prüfstand nahm die GTÜ gemeinsam mit der "Auto Zeitung" vier AGM- und sechs Blei-Säure-Autobatterien mit Kapazitäten zwischen 70 und 77 Amperestunden (Ah).

Günstige AGM-Modell empfehlenswert

Ein weiteres Testergebnis: Während es bei den herkömmlichen Typen große Qualitätsunterschiede gab, schnitten die AGM-Batterien bei der Leistung nahezu gleich ab. Deshalb könne der Verbraucher getrost zum günstigsten Modell greifen, sagte Götz.

Sieger unter den AGM-Akkus wurde die Banner Running Bull AGM mit 70 Ah für 257 Euro, die beim Kaltstart besonders gut abschnitt. Günstigste im Feld war die Exide Micro-Hybrid AGM (70 Ah/160 Euro). Bei den Blei-Akkus gelte: "Nicht die teuerste ist gleich die beste", so Götz. Testsieger hier war die Exide Premium (77 Ah/120 Euro). dhz/dpa