Vor der Fahrt in den Urlaub sollten Sie Ihre Route prüfen Die schlimmsten Staufallen auf dem Weg in den Süden

Aufgrund chronischer Überlastung und Baustellen rechnet der ADAC während der Urlaubszeit im Sommer mit Staus und langen Warteschlangen auf Europas Hauptverkehrsadern. Ein Überblick über die Problemstrecken.

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In Ö sterreich müssen vor allem Reisende, die über die Felberntauernstraße Richtung Osttirol fahren wollen, lange Umwege einplanen. Mitte Mai waren bei einem Felssturz zwischen Mittersill und Matrei rund 35.000 Kubikmeter Geröll auf die Straße gestürzt und hatten eine Lawinengalerie auf einer Länge von 95 Metern komplett zerstört. Seither ist die Straße gesperrt. Wie der Ö sterreichische Automobil-, Motorrad- und Touringclub (ÖAMTC) mitteilt, wird an einer Ersatzstraße gebaut, die Ende Juli fertig ge stellt und ebenfalls mautpflichtig sein soll.

Weitere Staustrecken in Ö sterreich und der in Schweiz

Auch auf den Haupturlaubsrouten durch Ö sterreich ist mit Staus zu rechnen. Der ADAC nennt folgende Autobahnen und Fernstraßen:

  • West-Autobahn A 1 (Salzburg -Wien),
  • Ost-Autobahn A 4 (Wien - Budapest),
  • Tauernautobahn A 10 (Salzburg - Villach),
  • Inntalautobahn A 12 (Kuf stein - Innsbruck),
  • Brennerautobahn A 13 (Innsbruck - Brenner),
  • Rheintal-Autobahn A 14 (Lindau - Bregenz - Arlberg),
  • Arlberg-Schnellstraße S 16 (Innsbruck - Bludenz)
  • Fernpass-Route B 179 (Füssen/Reutte - Nassereith).

In der Schweiz muss mit Zeitverlust auf der Gotthard-Route A 2 vor dem Gotthardtunnel, auf der San Bernardino- Route (A 13), auf der A 1 (St. Gallen - Zürich - Bern) sowie der A 3 (Basel - Zürich - Chur) gerechnet werden.

Engpässe und Bau stellen in Italien

Bekannte Eng stellen in Italien sind die A 22 zwischen dem Brenner und Modena, die A 23 (Villach - Udine), die A 4 (Brescia - Triest) und weiter über den schmalen slowenischen Kü stenstreifen bis zur kroatischen Grenze bei Dragonja, die A 7 (Mailand - Genua), die A 9 (Chiasso - Mailand) sowie der Großraum Mailand selbst.

Bau stellen behindern den Verkehr vor allem auf folgenden süditalienischen Routen: A 3 Neapel - Reggio di Calabria sowie auf deren nahegelegenen Ausweichstrecken SS 585 (Lagonegro - Torora) und SS 18 (Tortora - Marina die Nocera Terinese).

Seite 2: Wo es in Frankreich eng wird

In Frankreich wird die Fahrt auf den Strecken A 36/A 39/A 7 (Mühlhausen - Dole- Lyon - Orange), A 9 (Orange - Nimes - Montpellier - spanische Grenze) und A 8 an der Côte d`Azur von Monaco nach Aix-en-Provence zum Geduldsspiel. Die schlimm sten Staufallen in Kroatien sind die Verbindungen Triest - Rijeka, die A 1/A 6 (Zagreb - Rijeka). Viele Bau stellen gibt es zudem auf der Transitroute A 3 Zagreb - Belgrad. In Slowenien sind die Autobahnen A 2 (Karawankentunnel - Ljubljana - Zagreb) und A 1 (Ljubljana - Koper) sowie die Strecke von Spielfeld (Ö sterreich) über Maribor und Ptuj nach Macelj an der kroatischen Grenze staugefährdet.

Transitreisende sollten Belgrad unbedingt umfahren

Transitreisende aus Richtung Ungarn oder Kroatien sollten im Bereich der serbischen Hauptstadt Belgrad unbedingt die neue, rund 40 Kilometer lange Umfahrung nutzen und die staugeplagte Belgrader Innenstadt meiden. In Ungarn muss mit Engpässen vor allem auf der A 1 (Wien - Budapest) sowie der Südumfahrung von Budapest (M 0) zwischen den Anschlüssen von der A 1 aus Richtung Wien und der A 5 in Richtung Szeged gerechnet werden. Im weiteren Verlauf ist auch die M 5 zwischen Szeged und dem Grenzübergang Röszke/Horgos nach Serbien staugefährdet.

Ausweichmöglichkeiten für EU-Bürger und serbische Staatsangehörige be stehen über die benachbarten Grenzübergänge Tompa/Kelebija und Bacsalmas/Bajmok. In Bulgarien ist die Strecke Sofia - Svilengrad staugefährdet. Die Geschwindigkeit wird bau stellenbedingt auf weiten Strecken begrenzt.

Geduld brauchen Reisende schließlich auch an den Grenzübergängen, vor allem beim Transit nach Griechenland und in die Türkei. Extrem staugeplagt ist die Strecke von Kroatien nach Serbien über Bajakovo, von Ungarn nach Serbien über Horgos, von Slowenien nach Kroatien und zurück sowie die Einreise von Bulgarien in die Türkei bei Svilengrad/Kapitan Andreewo.

Lichtblick am Pfändertunnel

Neben all den Warnungen vor Staugefahren gibt es auch positive Signale von der Verkehrsfront: Ab dem 4. Juli stehen im Pfändertunnel auf der A 14 bei Bregenz beide Röhren für den Verkehr zur Verfügung. Staus sind dann nur noch in Ausnahmesituationen zu erwarten. Eine positive Nachricht gibt es auch aus Griechenland. Urlauber, die mit der Fähre in Patras ankommen und von dort mit dem Auto weiter in Richtung Korinth oder Athen wollen, haben es in diesem Jahr etwas leichter. Die Bauarbeiten auf der Schnellstraße A 8/E 65 (Patras - Athen), die an der Nordkü ste der Halbinsel Peloponnes entlang führt, ruhen. Die Behinderungen für den Verkehr sind deshalb geringer als in den Vorjahren. ste