Neues Reifen-Label Bei Winterreifen lieber auf die Schneeflocke verlassen

Verbraucher kennen das Energieeffizienz-Label von Kühlschränken oder Waschmaschinen. Vom 1. November an wird eine ähnliche Kennzeichnung auch für Autoreifen Pflicht. Das Reifen-Label soll über Rollwiderstand, Nasshaftung und Rollgeräusch informieren. Doch bei Winterreifen ist Vorsicht geboten.

Das neue Reifen-Label informiert über Rollwiderstand, Nasshaftung und Geräuschpegel. - © ProMotor

Zu den Winterreifen passen die Kriterien des Reifen-Labels nicht so gut wie bei den Modellen für den Sommer. Wintereigenschaften würden nämlich überhaupt nicht erfasst, sagt TÜV-Reifenexperte Michael Staude. „Die Eignung für Eis und Schnee erkennt man am be sten am Schneeflockensymbol“.

Die M+S Markierung sage kaum etwas über die Wintereigenschaften aus. Es gebe leider so gut wie keine Kriterien für diese traditionelle Bezeichnung. Aus diesem Grund finde sie sich teilweise sogar auf Sommerreifen wieder. Anders sei das bei der Schneeflocke in einem stilisierten Gebirgsmassiv. „Ist dieses Zeichen in das Gummi einvulkanisiert, hat der Reifen in einem festgelegten Testverfahren eine entsprechende Winterperformance nachgewiesen“, so der TÜV-Experte.

Die Angaben auf dem Reifen-Label werden übrigens nur in den wenig sten Fällen von unabhängigen Prüforganisationen ermittelt. In der Regel haben sie die Reifenher steller im Rahmen einer so genannten Selbstzertifizierung in eigenen Tests bestimmt. „Bei den bekannten Reifenher stellern kann man sich wohl darauf verlassen. Zu optimistische Angaben können aber sicher nicht ausgeschlossen werden“, meint Michael Staude, der mehr als 30 Kriterien zur Beurteilung eines Reifens kennt. Das Reifen-Label informiere nur über drei. ste