Am 25. August öffnet in Düsseldorf der Caravan Salon seine Pforten. Auf der größten Messe für Reisemobile und Caravans präsentieren 570 Aussteller aus 25 Nationen mehr als 1.800 Freizeitmobile. Mit einem ganz besonderen Prototyp wartet ein schwäbisches Handwerksunternehmen auf.
Ulrich Steudel
Die auf behindertengerechten Umbau von Fahrzeugen spezialisierte Paravan GmbH aus Pfronstetten/Aichelau bei Reutlingen hat gemeinsam mit dem Wohnmobilanbieter Hymer ein Reisemobil entwickelt, das Menschen mit Bewegungseinschränkungen auch als Telearbeitsplatz nutzen können. Damit wird laut Paravan-Sprecher Oliver Raach gehandicapten Personen die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht. Andererseits dient der Prototyp mit dem Namen Paravano als behindertengerechte Unterkunft auf Reisen.
Im Paravano sind Menschen mit körperlicher Behinderung fast völlig autark. Der Einstieg samt Rollstuhl erfolgt über die 850 Millimeter breite elektrische Tür, die sich per Fernbedienung öffnen lässt. Der ausfahrbare Plattformlift trägt Rollstühle bis zu 330 Kilogramm Gewicht und lässt sich ebenfalls von der Fernbedienung aus steuern.
Im Innern kann sich der Rollstuhlfahrer dank der Bodenbegradigung und der Durchfahrtsbreite von 75 Zentimetern ebenfalls frei bewegen und auf beiden Seiten Andocken, entweder als Fahrer oder als Beifahrer.

Je nach Grad der Behinderung steht dem Fahrer für die Bedienung der Primärfunktionen wie Gas, Bremse und Lenkung ein breitgefächertes Bedienelemente-Portfolio zur Verfügung - vom einfachen Lenkradknauf, über Handgeräte und Gasringe, bis hin zum digitalen Lenk- und Fahrsystem Space Drive.
Auch im hinteren Teil des Fahrzeuges ist alles auf Rollstuhlfahrer abgestimmt. Die Küchen-Hängeschränke lassen sich via Fernbedienung absenken. Auch das Bett wartet mit einer großen Einstiegsbreite auf und lässt sich ebenfalls absenken. Die Nasszelle ist so groß dimensioniert, dass sie auch mit einem Rollstuhl zu befahren ist. Das Waschbecken lässt sich ausziehen. Der abklappbare Tisch erleichtert das Rangieren.