Die Zahl der Oldtimer auf deutschen Straßen steigt weiter an. Ende 2011 waren 259.000 Fahrzeuge mit H-Kennzeichen gemeldet – ein Anstieg um knapp 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neben Pkws zählen auch Krafträder, Nutzfahrzeuge, Zugmaschinen und sonstige Fahrzeuge zu den Oldtimern.
Ulrich Steudel

- der "SL" der Baureihe 107 mit 7.103 Fahrzeugen, der gleich um gut 18 Prozent zulegte,
- der "Strich-Acht" mit 6.821 Fahrzeugen und
- der "W123", dessen Flotte mit H-Kennzeichen sogar um 44 Prozent auf 5.921 angestiegen ist.
VDA will Oldtimer als technisches Kulturgut schützen
Seit 15 Jahren können mindestens 30 Jahre alte Autos in originalem Zustand mit dem H-Kennzeichen angemeldet werden. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) beauftragt regelmäßig das Kraftfahrt-Bundesamt, eine detaillierte Auswertung der Fahrzeuge mit H-Kennzeichen zu erstellen. Präsident Matthias Wissmann: "Der VDA setzt sich dafür ein, dass Oldtimer mit H-Kennzeichen weiterhin als technisches Kulturgut geschützt werden, damit sie auch künftig ohne Probleme auf unseren Straßen unterwegs sein können."
Trotz des Anstiegs um durchschnittlich 9 Prozent in den letzten zehn Jahren bleiben Fahrzeuge mit H-Kennzeichen eine sehr kleine Minderheit auf deutschen Straßen. Ihr Anteil am gesamten Pkw-Bestand beträgt nur 0,5 Prozent. Rund 59 Prozent aller zugelassenen Pkw, die älter als 30 Jahre sind, verfügen über ein H-Kennzeichen. Nur für diese Fahrzeuge gelten besondere Ausnahmeregelungen, wie etwa die Befreiung vom Fahrverbot in Umweltzonen.