Im Mercedes-Benz-Werk Ludwigsfelde ist eine Ära zu Ende gegangen. Nach 27-jähriger Bauzeit lief der letzte Vario vom Band. Gekauft hat ihn der Metallbau- und Elektrobetrieb von Michael Reichel.
Der Großtransporter hatte zuletzt nur noch ein Absatzvolumen von rund 3.000 Fahrzeugen pro Jahr. Einen Grund dafür sieht der Hersteller in der europäischen Führerscheinregelung, nach der die Besitzer der Fahrerlaubnis Klasse B nur noch Transporter bis 3,5 t Gesamtgewicht fahren dürfen.
Dabei waren der Vario und sein Vorgänger T2 von Beginn an als Lückenfüller zwischen Transporter (bis 3,5 t) und Lkw (ab 7,5 t) gedacht. Außerdem wären für das geringe Absatzvolumen außergewöhnlich hohe Investitionen nötig, um die vom nächsten Jahr an gültige Abgasstufe Euro VI einhalten zu können.
Nach Angaben von Daimler sind von den rund 2.000 Beschäftigen im Werk Ludwigsfelde seit 1996 insgesamt 90.743 Varios gebaut worden. Hinzu kommen 138.407 T2, die in den zehn Jahren zuvor in Ludwigsfelde und Düsseldorf vom Band liefen.
