Kombis sind beliebt Chefkombi: Wählen Sie Ihr Lieblingsmodell

Sie sind nicht so modisch wie ein SUV und nicht so variabel wie ein Van – aber Klassiker unter den praktischen Autos: die Kombis. Handwerksmeister wissen die Vorteile der Lademeister unter den Pkws besonders zu schätzen. Sie können sich dieses Jahr auf besonders viele neue Modelle freuen und außerdem mit dem Chefkombi ihr Lieblingsauto wählen.

Chefkombi 2011: Der Audi A6 Avant - © Foto: Audi

Denn Kombis sind die eigentlichen Helden des Autofahreralltags. "Wo immer es etwas zu verstauen gibt, reißen sie bereitwillig die große Klappe auf", beschreibt Nick Margetts vom Marktforscher Jato Dynamics salopp das einladende Wesen dieser Fahrzeuggattung.

Belegen lässt sich die Beliebtheit der Kombis laut Margetts ganz nüchtern in Zahlen. So habe ihr Verkaufsanteil in der Mittelklasse 2012 bei 67 Prozent gelegen. Die Deutsche Handwerks Zeitung trägt diesem Trend mit der Wahl zum Chefkombi des Jahres schon lange Rechnung. 2011 hatte Audi mit dem A4 Avant und dem A6 Avant sowohl in der Mittelklasse wie auch in der Oberklasse die Nase vorn. Gerade läuft die Wahl der Chefkomibs 2013, bei der Sie sich noch bis zum 1. Juli beteiligen können. Alle Teilnehmer können attraktive Preise gewinnen.

Bei manchen Automodellen liegt der Anteil der Kombis im Verkauf laut Jato Dynamics salopp schon bei rund 70 Prozent wie beispielsweise beim Audi A6 oder Opel Insignia. Da wundert es nicht, dass die Hersteller sich der Gattung Kombi verstärkt widmen: Allein in diesem Frühjahr kündigt sich in volumenstarken Segmenten ein halbes Dutzend Neuheiten an, die teils allerdings erst in einem Jahr in den Handel kommen.

Der günstigste Kombi kostet nur 8.000 Euro

Eine Sonderstellung nimmt dabei der neue Dacia Logan MCV ein: Mit einem Grundpreis von 7.990 Euro werde der ab Sommer lieferbare Wagen zum günstigsten Kombi der Republik, kündigt die Renault-Tochter an. Lieferbar mit zwei Benzinmotoren mit 55 kW/75 PS oder 66 kW/90 PS und einem 66 kW/90 PS starken Diesel, bietet er bei 4,49 Metern Länge ein Kofferraumvolumen von 573 Litern. Die maximale Ladelänge beträgt 2,70 Meter, wenn Rückbank und Beifahrersitz umgelegt sind.

Der neue Golf Variant hat 30 cm mehr Überhang am Heck. - © Foto: VW
auto VW Golf Variant

Ebenfalls in der Kompaktklasse, aber mehr als doppelt so teuer startet die zweite wichtige Kombi-Premiere des Jahres: der neue Golf Variant. Im Sommer soll er für mindestens 18.950 Euro zu den Händlern kommen, teilt VW mit. Der Variant hat im Vergleich zur Limousine 31 cm mehr Überhang am Heck und einen entsprechend größeren Kofferraum. Das Gepäckabteil des mit vier Benzinern und drei Dieseln mit 63 kW/85 PS bis 110 kW/150 PS Leistung lieferbaren Kombis fasst bei aufrechten Rücksitzen 605 Liter und ist auf 1620 Liter erweiterbar. Der Vorgänger hat nur 505 Liter Ladevolumen.

Seite 2: Neue Kombis der japanischen Hersteller.>>>

Bei Preis und Stauraum steht der aus dem gleichen Baukasten konstruierte Octavia Combi der VW-Tochter Skoda besser da: Mit 16.640 Euro ist er ein ganzes Stück günstiger als der Golf Variant. Und im Datenblatt stehen 610 bis 1740 l Ladevolumen. Die Markteinführung soll noch vor den Sommerferien erfolgen.

Auris Touring Sports mit Hybridantrieb

Den Toyota Auris Touring Sports gibt es auch als Hybridfahrzeug. - © Foto Toyota
auto Toyota Auris Touring Sports

Die Beliebtheit von Kombis in Europa spornt auch japanische Hersteller an: Erstmals hat Toyota vom Auris einen Ableger mit großer Klappe und 530 l Kofferraumvolumen entwickelt, der im Juli an den Start geht. Er komme spät, habe aber ein Alleinstellungsmerkmal, sagt Toyota-Sprecher Henning Meyer: „Als erster Kombi in diesem Segment gibt es den Auris Touring Sports auch mit Hybridantrieb.“

Honda legt sein Kompaktklassemodell Civic ebenfalls als Kombi auf. Zwar stand der Civic Tourer auf dem Genfer Autosalon im März nur als Studie. „Doch auf der IAA im September zeigen wir das Serienmodell, und Anfang 2014 startet der Verkauf“, verspricht Pressesprecher Stefan Beckmann.

Für Kombis immer genug Kunden

Trotz großer Experimentierfreude der Hersteller mit Karosserieformen müsse niemand um die Zukunft des Kombis bangen, sagt Marktforscher Margetts. „Auch wenn die Segmentierung des Fahrzeugangebots stetig voranschreitet und mit Autos wie dem Mercedes CLS Shooting Brake oder dem 3er GT von BMW neue Alternativen zum klassischen Kombi kommen, wird es für Kombis immer noch genügend Kunden geben“, ist er überzeugt. dpa/ste