Der VW Käfer ist der mit Abstand meistgefahrene Oldtimer. Doch die Zeit bleibt nicht stehen und die Konkurrenz für den beliebten Hecktriebler wird größer. Bald erreicht mit dem Golf II ein weiteres Fahrzeug aus dem Hause Volkswagen den Oldtimer-Status.

Für gepflegte und originalgetreu belassene Autos, die älter als 30 Jahre sind, können deren Besitzer ein steuersparendes H-Kennzeichen beantragen. Diese Regelung kommt ab September 2013 auch beim Golf II zum Einsatz.
Präsentiert wurde der Golf II auf der Automesse IAA im September 1983, unmittelbar danach begann seine Auslieferung. Gegenüber der ersten Generation war der Radstand verlängert worden; die zierliche Form des Vorgängers wich einem aerodynamisch verbesserten Design. Erstmals kamen eine verzinkte Karosserie, geregelter Katalysator, Kompressor-Aufladung und Allradantrieb zum Einsatz. Bis 1991 liefen insgesamt 6,4 Millionen Autos vom Band.
Der Golf II verkörperte die erste Modellreihe von Volkswagen, die in einer Vielzahl von Varianten aufwartete und neben der Steilhecklimousine auch den Jetta, den Rallye Golf sowie den höhergelegten Golf Country hervorbrachte. Das Leistungsspektrum reichte vom rein elektrisch getriebenen City Stromer bis zum 160 PS starkem G60-Benziner; in kleinster Auflage gab es sogar eine 210-PS-Vierventilausführung.
Mit dem H-Kennzeichen für gepflegte, mindestens 30 Jahre alte Klassiker ist eine fixe jährliche Steuer von 191,73 Euro verbunden. Mit dieser Sonderregelung will der Gesetzgeber den Erhalt bewahrenswerter Automobilklassik sichern. Somit wird der Golf II nun bald zum Sammlerstück.