Elektromotorräder haben die gleichen Probleme wie E-Autos. Sie sind zwar technisch zuverlässig und alltagstauglich, aufgrund der eingeschränkten Reichweite eignen sie sich aber am besten für Stadt- und Kurzfahrten. So das Fazit des ADAC, der ein Elektromotorrad und zwei E-Roller getestet hat.
Vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten sowie Stopp-and-Go-Situationen würden die leichten Elektromobile ihre Vorteile ausspielen, meinen die Experten des Verkehrsclubs.
Das untersuchte Motorrad, die Zero DS, besteche mit einer Reichweite von 70 Kilometern als agiles Stadtfahrzeug. Von der Endgeschwindigkeit von 120 km/h zeigten sich die Tester beeindruckt. Der Roller von Vectrix überzeuge durch einen kräftigen Radnabenantrieb. Gemessen wurden bei diesem Modell Reichweiten von rund 70 Kilometern. Das sei ausreichend, auch wenn sich die Fahrleistung gegen Ende der Batterieladung stark reduzieren würde. Mit voller Batterie kann man mit der Maschine von Vectrix bis zu 110 km/h schnell fahren.
Der andere von den ADAC Spezialisten gefahrene Elektroroller, der QvR VROne, ist kompakter. Je nach Antriebsmodus habe er eine Reichweite zwischen 45 und 65 Kilometern. Das sei für die kleinere Fahrzeuggröße aber angemessen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt im Eco-Modus 55 km/h, im Sportmodus 90 km/h.
Um der Elektromobilität tatsächlich eine Chance auf eine größere Markt-Akzeptanz zu geben, müssten allerdings – genauso wie bei den Elektroautos – die Preise fallen, erklärt der ADAC. Das Motorrad des amerikanischen Herstellers Zero kostet 13.995 Euro. Der Roller der Vectrix GmbH liegt mit fast 12.000 Euro in einem ähnlich hohen Preissegment. Der kleine QvR VRONE aus der Schweiz kostet 7.599 Euro.
Kritisiert werden die Zweiräder vom ADAC auch bezüglich ihrer Sicherheit. Keines der drei Elektrozweiräder verfüge über ABS. dhz
