Autogas im Nutzfahrzeug Bis zu 20 Prozent Spritkosten sparen

Während die Zahl der Pkw mit Autogas-Antrieb seit Jahren wächst, nimmt auch der Lkw-Sektor langsam Fahrt auf. Eine alltagstaugliche Technologie, bei der dem Dieselkraftstoff bis zu einem Drittel Autogas beigemischt wird, steht laut Rheingas zur Verfügung.

Der VW T5 BiFuel Kasten kann mit Benzin oder Autogas gefahren werden. - © VW Nutzfahrzeuge

In Deutschland stehen den rund 500.000 Autogas-Fahrern etwa 6.600 Tankstellen zur Verfügung. Damit ist Autogas (LPG) die unangefochtene Nummer eins unter den alternativen Antriebskonzepten. Allerdings werden fast nur Pkws umgerüstet. Teilweise bieten die Hersteller auch Fahrzeuge mit LPG-Antrieb ab Werk.

Die Pkws verfügen in der Regel über einen bivalenten Antrieb. Das heißt, ein speziell ausgelegter Ottomotor kann wahlweise mit Benzin oder Autogas betrieben werden. Dafür werden zwei Tanks verbaut.

„Bei Nutzfahrzeugen kommen hingegen LPG und Diesel gleichzeitig zum Einsatz“, so Daniela Evertz, Leiterin Sparte Tankstellen bei Rheingas, einem der größten Flüssiggasanbieter in Deutschland. Bei dem Verbrennungsvorgang im Motor entstehen so bis zu 50 Prozent weniger Rußpartikel.

Das Beimischen von LPG hat laut Rheingas zwei Vorteile: Zum einen emittiert der alternative Kraftstoff im Vergleich zu Diesel deutlich weniger Feinstaubpartikel und Stickoxide. Zum anderen sinken dadurch die Kraftstoffkosten im Vergleich zum reinen Dieselbetrieb um bis zu 20 Prozent. ampnet/ste