Künftig können auch hochmoderne Benzinmotoren mit direkter Kraftstoffeinspritzung auf den Betrieb mit Autogas umgerüstet werden. Ein entsprechendes System wird derzeit am Institut Automotive Powertrain der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes entwickelt.
Damit wird es künftig möglich sein, auch solche Benzinmotoren umzurüsten, die mit Membran-Hochdruckpumpen ausgestattet sind. Hier kommt es bislang im Autogas-Betrieb in bestimmten Situationen in der Pumpe zu einer Dampfblasenbildung. Daher werden Fahrzeuge mit dieser Pumpenart – wie sie zum Beispiel bei Mercedes, BMW oder Peugeot zum Einsatz kommt – von einschlägigen Autogas-Umrüstsystem-Herstellern gemieden.
Kernstück des neuen Systems ist eine effektive und kompakt bauende Kühlung der Pumpe. Damit soll die Bildung von Gasblasen beim Einsatz der serienmäßigen Membranpumpen ausgeschlossen werden. Zu Demonstrationszwecken wird ein modifizierter Peugeot 5008 eine Strecke von 1000 Kilometer im Autogasbetrieb ohne Nachtanken zurücklegen. Der Einbau des neuen Gassystems soll die Innenraumgröße des Peugeots nicht einschränken. dhz
