150 Jahre Opel Autobauer in Rüsselsheim haben 2012 Grund zum Feiern

Drei Neuheiten hat Opel Anfang Januar zu den Händlern gebracht. Mit dem Elektrofahrzeug Ampera, dem Zafira Tourer und dem Astra GTC starten die Rüsselsheimer Autobauer in ein für sie ganz besonderes Jahr. 2012 feiert das 1862 von Adam Opel gegründete Unternehmen sein 150-jähriges Bestehen.

Die Witze über Mantafahrer sind genauso legendär wie das Fahrzeug selbst. Für Opel war der Manta ein Erfolg in der 150-jährigen Unternehmensgeschichte. In den 70er und 80er Jahren wurde der Manta mehr als eine Million Mal gebaut. - © GM

Nach den Turbulenzen infolge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 um den amerikanischen Mutterkonzern General Motors (GM) hoffen die Opelianer nun wieder auf ruhigeres Fahrwasser. Im Jubiläumsjahr wird in Rüsselsheim sicher mit ein wenig Wehmut Rückschau gehalten, denn von seiner Gründung an lief das Geschäft von Adam Opel wie geschmiert.

Alles begann mit dem Bau von Nähmaschinen. Bald wurden Fahrräder und Motorräder konstruiert, bis Opel 1899 mit dem „Patent Motorwagen System Lutzmann“ sein erstes Auto baute. Damit gilt Opel nach Daimler-Benz als zweitältester Autohersteller Deutschlands. Mit dem Kleinwagen 4/12 PS, wegen seiner grasgrünen Farbe im Volksmund „Laubfrosch“ genannt, nahm Opel 1924 als erster deutscher Hersteller die Fließbandproduktion auf.

Über die nächsten Jahrzehnte lieferte Opel immer wieder Modelle, die sich in das kollektive Gedächtnis der Autofahrernation Deutschland eingeprägt haben, darunter der legendäre Lkw „Blitz“. Modelle wie Kadett, Olympia, Rekord oder Kapitän begleiteten die Deutschen durch die Zeit des Wirtschaftswunders.

1971 erreichte Georg von Opel in einem GT mit Batterieantrieb einen Geschwindigkeitsrekord von 188 km/h. Heute zählt Opel beim Thema Elektromobilität zu den Vorreitern: Der 150 PS starke Ampera ist dank der Range-Extender-Technologie das erste serienmäßige Elektroauto ohne batteriebedingte Reichweitenbeschränkung.

Opel und seine britische Schwester Vauxhall verkaufen heute Autos in mehr als 40 Ländern. In Produktionsstätten und Entwicklungszentren in sechs europäischen Staaten beschäftigt das Unternehmen rund 40.500 Mitarbeiter. 2010 setzte Opel/Vauxhall mehr als 1,1 Millionen Pkws und leichte Nutzfahrzeuge ab und erzielte damit einen Marktanteil von 6,2 Prozent.