Handwerkskonjunktur Aussichten werden wieder besser

Der Konjunkturhimmel über der deutschen Wirtschaft ist bewölkt. Die bescheidene Dynamik der Exporte blockiert Investitionen. In den nächsten Monaten soll sich der Knoten jedoch lösen, die vorteilhaften Kreditkonditionen sollen mehr und mehr Wirkung entfalten. Bis dahin wird der Konsum das Wachstum stützen, denn die verfügbaren Einkommen steigen und der Arbeitsmarkt ist stabil.

Der private Konsum stützt die schwächelnde Wirtschaftsentwicklung. Die Deutschen geben weiterhin fleißig ihr Geld aus. - © Foto: MH/Fotolia

Auf dieser Basis hält die große Mehrheit der Handwerksunternehmer – 88 Prozent – die Lage in den kommenden Monaten für gut oder befriedigend. Vor einem Jahr waren 89 Prozent mit einer günstigen Prognose in den Frühling gestartet. Zudem haben die zuletzt schwachen Umsätze eine tiefe Basis gelegt, von der aus kräftige Zuwächse im Frühling zu beobachten sein werden. Dabei kommen die Handwerker zumeist ohne Einstellungen aus: Nur zwölf Prozent wollen ihr Personal aufstocken.

Das Handwerk für gewerblichen
Bedarf steht noch nicht an der Schwelle zur Erholung. Ausgehend vom derzeitigen Tiefpunkt zieht die Stimmung aber an; die Lage-Erwartungen sind nur noch wenig schlechter als vor einem Jahr. 26 Prozent der Betriebe rechnen mit wachsenden Auftragsvolumina, nur 14 Prozent verlieren an Boden.

Kundenzuspruch kommt im Frühling

Die Baubranche verfügt über große Auftragsreserven. Begünstigt durch starke Saisoneffekte werden ihre Geschäfte im Frühling dynamisch zunehmen. Zudem halten die in großer Zahl im Planungsstadium befindlichen Wohnungsbauprojekte den Schwung aufrecht. Folglich geht die KfW für 2013 von der Errichtung von über 200.000 Wohneinheiten aus das wäre ein Zehntel mehr als 2012. Dabei wird sich der Schwerpunkt vom Eigenheim zu den Geschosswohnungen verlagern.

31 Prozent der Kfz-Betriebe setzen auf einen verstärkten Kundenzuspruch im Frühling. Um nachhaltige Fortschritte zu erzielen, muss sich jedoch erst einmal die Zurückhaltung der Firmenkundschaft lösen.

Die privaten Dienstleister gehen ohne gravierende Bedenken in die kommenden Monate. Nur 17 Prozent der Friseure, Schneider oder Fotografen erwarten einen schleppenden Geschäftsverlauf. Dafür gibt es vor allem einen Grund: Bei anhaltenden Lohnsteigerungen und stabilen Beschäftigungsverhältnissen werden die Verbraucher 2013 erneut mehr Geld ausgeben. we/los