Ifo-Gemeinschaftsprognose Aussichten für Euroraum durchwachsen

Die Aussichten für eine wirtschaftliche Belebung im Euroraum sind nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern aus drei Ländern des Währungsgebiets durchwachsen.

Aussichten für Euroraum durchwachsen

Die schwache Binnennachfrage belaste die Konjunktur in der Eurozone, erklärten das Münchener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung, die französische Statistikbehörde Inse und das italienische Forschungsinstitut ISAE in ihrer am Mittwoch vorgelegten gemeinschaftlichen Quartalsprognose.

"Starke konjunkturelle Belastungen im Prognosezeitraum werden erneut von den auslaufenden Impulsen der Fiskalpolitik, der weiterhin restriktiven Kreditvergabe und der hohen Arbeitslosigkeit ausgehen", heißt es. Der private Konsum und die privaten Investitionen dürften in den kommenden beiden Quartalen nur schwach wachsen, während sich der zuletzt deutliche Anstieg der Industrieproduktion nach dem ersten Quartal abflachen dürfte.

Für das erste Quartal rechnen die Wirtschaftsforscher mit einem Wachstum um 0,2 Prozent zum Vorquartal und bestätigten damit ihre bisherige Schätzung. Die Industrieproduktion dürfte dank der positiven Entwicklung im Außenhandel zwischen Januar und März zwar um 2,2 Prozent zugelegt haben, allerdings habe der Konsum auf Quartalssicht lediglich stagniert und die Investitionen seien – wegen der Folgen der ungünstigen Witterungsbedingungen für den Bausektor – um 0,5 Prozent zum Vorzeitraum gesunken.

ddp