Softwareprogramme aus dem Netz helfen Kosten senken
Auslagern und einsparen
Onlineplattformen wie Google Apps und Zoho, ein alternatives Programm zur Textverarbeitung, verzeichnen auch deshalb ein steigendes Interesse seitens der Firmenkunden, da diese infolge der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mehr denn je danach trachten, Kosten zu senken. Infrage kommen auch offene Lösungen, so genannte Open-Source-Programme, aus dem Netz, die häufig zu niedrigeren Kosten oder sogar kostenfrei nutzbar sind. Deshalb steigt die Zahl jener Unternehmen, die gerade aus Budgetgründen der reinen Software auf dem Rechner des Endanwenders den Rücken kehrt.
Aber auch ohne den Blick aufs Portemonnaie greifen die Vorteile: So lassen sich etwa Text und Tabellen im Netz nicht nur automatisch abrufen und speichern, sondern über spezielle Zusatzservices intern oder extern veröffentlichen. Optionale Funktionalitäten erleichtern die Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern in Echtzeit. Die Anbieter der jeweiligen Dienste erweitern derzeit den zur Verfügung stehenden Speicherplatz auf externen Servern sowie die Bandbreite der Anwendungen - und all das kostet häufig nur einen Bruchteil dessen, was gängige Ausgaben für Lizenzkosten im Unternehmen verursachen, bei denen jeder einzelne Arbeitsplatz negativ ins Gewicht fällt.
Dass der Trend zum Cloud Computing die Geschäftswelt nachhaltig prägen wird, davon gehen trotz gewisser Sicherheitsbedenken bei den Anwendern die Marktanalysten von Gartner aus. Demnach drängen in den nächsten Jahren gerade die von der Technik begeisterten Jungunternehmer darauf, ihre Kapitalausgaben zu reduzieren und stattdessen bis zu einem Drittel der IT-Infrastruktur als internetbasierten Service einzukaufen.
Bereits in drei Jahren sollen laut Marktforscher mehr als zwei Drittel der Großkonzerne gleich mehrere Cloud-Computing-Dienste nutzen. Rund 30 Prozent der Anwendungen soll auf den Bereich der IT-Infrastruktur entfallen. Das Auslagern „in die Wolke“ soll bis zum Jahr 2015 rund die Hälfte aller neu eingerichteten, geschäftlich genutzten IT ausmachen und würde damit rund ein Viertel aller Geschäftsprozesse abdecken.
Auch Microsoft führender Anbieter von Bürosoftware hat den Trend erkannt. Das Unternehmen offeriert mit der Plattform Windows Azure seit kurzem eine in der Testphase nutzbare Architektur. Dabei handelt es sich um auf die jeweiligen Nutzer hin maßgeschneiderte Pakete, die von der Erstellung einfacher Dokumente bis hin zur komplexeren Infrastruktur reichen. Programmierschnittstellen (APIs) und entsprechende Entwicklungswerkzeuge stellt der Hersteller von Softwarelösungen ebenso bereit wie passende Serveranwendungen, so dass die Lösungen einfach zu bedienen sein sollen.lol