Baugewerbe Ausblick der Baubetriebe verhaltener

Die Betriebe im Bauhauptgewerbe beurteilen die Geschäftslage im gewerblichen und öffentlichen Hochbau nicht mehr ganz so positiv, so das Ergebnis der Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB). Beim Wohnungsbau bleibt sie dagegen stabil. Facharbeitermangel gilt inzwischen als größte Baubehinderung.

Die Geschäftslage im Hochbau beurteilen die Betriebe inzwischen etwas verhaltener. - © Fotolia

Die Nachfrage nach Bauleistungen bleibt im Wohnungsbau auf hohem Niveau. Im gewerblichen Hochbau haben rückläufige Meldungen zugenommen. Zum öffentlichen Hochbau bleiben Meldungen über Nachfrageimpulse aus. Die Ordersituation im Straßenbau blieb bei wenigen Zunahmen gegenüber dem Vormonat überwiegend stabil.

Die beschriebene Auftragsentwicklung spiegele sich in den Meldungen zu den Auftragsbeständen wieder. Im Wohnungsbau bleibt die Tendenz aus dem Vormonat, dass die Bestände nun nur noch überwiegend als "ausreichend“ beschrieben werden. Zum gewerblichen Hochbau werden geringer werdende Auftragsbestände gemeldet. Im öffentlichen Bau urteilen die Betriebe mit „zu klein“ bei der Auftragsmenge. Eine Verbesserung der Bestände wird zum sonstigen Tiefbau gemeldet.

Kein Spielraum für Preissteigerungen

Die Auftragsbestände sind in den alten Ländern im Hochbau weiter abgefallen von 2,4 Monate auf 2,2 Monate. In den neuen Ländern fiel das Niveau ebenfalls, hält aber noch bei 3 Monaten. Im Tiefbau gab es leichte Verbesserungen. In den alten Ländern stiegen die Bestände von 1,9 Monaten auf 2 Monate, in den neuen Ländern von 2,3 auf 2,5 Monate.

Die Erwartungen zur Geschäfts- und Auftragsentwicklung haben deutlich abnehmende Tendenz. Für die Preisentwicklungen bleiben die Unternehmer skeptisch, es wird weiter wenig Spielraum für Preissteigerungen gesehen. Facharbeitermangel sei bei den Betrieben inzwischen zur festen Größe geworden und gelte als Hauptgrund bei den Baubehinderungen. Zahlungsverzögerungen folgen dicht auf. dhz