Bundesrat Ausbildungsbonus endgültig beschlossen

Der Bundesrat hat grünes Licht für die Einführung eines sogenannten Ausbildungsbonus gegeben, mit dem Unternehmen zur Schaffung zusätzlicher Lehrstellen für benachteiligte Jugendliche bewegt werden sollen.

Ausbildungsbonus endgültig beschlossen

Einen entsprechenden Gesetzesbeschluss des Bundestages ließ die Länderkammer ohne Einwände passieren.

Der Ausbildungsbonus in Höhe von 4.000 bis 6.000 Euro für jede zusätzliche Lehrstelle soll dann gezahlt werden, wenn die eingestellten Jugendlichen die Schule mindestens bereits im Vorjahr verlassen haben, keinen oder einen niedrigen Schulabschluss haben und sich schon früher um einen Ausbildungsplatz bemüht haben. Auch Lehrlinge, deren Ausbildung wegen einer Insolvenz ihres Betriebes vorzeitig beendet wird, sollen von dem Bonus profitieren. Bei behinderten Jugendlichen erhöht sich die Förderung um 30 Prozent.

Die finanzielle Unterstützung ist bis Ende 2010 befristet. Neben Jugendlichen ohne Schulabschluss werden auch Altbewerber mit Haupt- oder Sonderschulabschluss gefördert. Um Mitnahmeeffekte auszuschließen, müssen Realschüler mit schlechten Zensuren in Deutsch oder Mathe nicht mehr wie ursprünglich geplant gefördert werden, können aber in Einzelfällen solche Zuschüsse enthalten. Der Nachweis, dass der Ausbildungsplatz zusätzlich geschaffen wurde, muss vom Arbeitgeber erbracht werden.

ddp