Läuft die Ausbildung nicht ganz rund, gibt es Probleme oder schwierige Startvoraussetzungen, können verschiedene Programme wie die Ausbildungsbegleitung für Betriebe oder auch Unterstützungsprogramme für Azubis helfen. In seiner Ausbildungsserie gibt Ausbildungsberater Peter Braune einen Überblick.

Winston Churchill soll gesagt haben: "Erfolg ist nicht endgültig, Scheitern ist nicht fatal, es ist der Mut weiterzumachen, der zählt!" Das würde auch heute noch gelten, denn durch das Angebot der Ausbildungsbegleitung sollen Lehrlinge und Verantwortliche in ihren Bemühungen unterstützt werden, gemeinsam für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss weiterzumachen.
Diese Ausbildungsbegleitung kann genutzt werden, wenn zum Beispiel folgende Problemlagen den erfolgreichen Abschluss der Lehre gefährden.
Ausbildungsbegleitung für den Ausbildungsbetrieb
Die Lehrlinge …
- können sich nicht die Lernzielinhalte aneignen,
- sind in private, persönliche Streitigkeiten verwickelt,
- sind krankheits- oder suchtanfällig,
- erleben stimmungsmäßige Störungen im Betrieb,
- stehen kurz vor einer Kündigung,
- werden in der Berufsschule gemobbt,
- erbringen schlechte Leistungen in der Berufsschule oder
- haben Prüfungsangst.
Die Probleme sollten nicht zum Scheitern der Lehre führen, das wäre ärgerlich. Die Meisterin oder der Meister sollten den Mut haben, weiterzumachen. Eine Möglichkeit bietet sich durch die Ausbildungsbegleitung.
Bedarfsgerechte Förderung, wenn Probleme in der Ausbildung auftreten
Mit dieser Hilfe sollen die schwierigen Situationen überwunden werden, um die Entwicklung persönlicher und beruflicher Fähigkeiten der Lehrlinge zu fördern. Die Erziehungsberechtigten, Lehrkräfte der Berufsschule, sowie gegebenenfalls Freunde und andere Bezugspersonen werden bedarfsgerecht beteiligt.
Ob es in der Nähe des Lehrbetriebs einen Bildungsträger gibt, der das Angebot der Ausbildungsbegleitung anbietet, kann man bei der Ausbildungsberatung der örtlich zuständigen Handwerkskammer erfragen.
Ausbildungsbegleitung für Azubis: Die Assistierte Ausbildung
Für die Lehrlinge gibt es außerdem die Assistierte Ausbildung. Das ist ein Angebot der Agentur für Arbeit. Sie bekommen zum Beispiel Hilfen, um ...
- für Prüfungen zu lernen,
- in der Berufsschule wieder besser zu werden,
- ein Problem im Lehrbetrieb zu lösen oder
- die Deutschkenntnisse zu verbessern.
Wenn sich eine Meisterin oder ein Meister dazu entschlossen haben, eine Lehrstelle für einen Menschen mit Behinderung zur Verfügung zu stellen, bleiben sie mit dieser Aufgabe nicht alleine. Hier hilft ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit.
Die Lehre findet im Betrieb und in der Berufsschule statt. Zusätzlich wird ein Bildungsträger eingebunden. Dessen Fachkräfte unterstützen während der gesamten betrieblichen Ausbildung. In Abstimmung mit dem Lehrbetrieb werden dafür individuelle Förderpläne entwickelt und umgesetzt. Das Angebot ist eine Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit.
Ihr Ausbildungsberater Peter Braune
Peter Braune hat Farbenlithograph gelernt, war Ausbilder und bestand in dieser Zeit die Ausbildungsmeisterprüfung. Er wechselte als Ausbildungsberater zur Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. Dort baute er dann den gewerblich-technischen Bereich im Bildungszentrum auf und leitete die Referate gewerblich-technischen Prüfungen sowie Ausbildungsberatung, zu der auch die Geschäftsführung vom Schlichtungsausschuss gehörte. Danach war er Referent für Sonderprojekte.