Nachwuchs und Fachkräfte Ausbildung der Schornsteinfeger wird stärker gefördert

Der Tarifvertrag über die Förderung der Berufsausbildung im Schornsteinfegerhandwerk ist jetzt allgemeinverbindlich. Dafür hat sich der Tarifausschuss der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ausgesprochen. Ziel ist es, die Berufsausbildung für Schornsteinfeger zu fördern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Das Bundesarbeitsministerium werde in den nächsten Tagen die Allgemeinverbindlicherklärung im Bundesanzeiger veröffentlichen. Die Allgemeinverbindlichkeit fördere nachhaltig die Berufsausbildung der Schornsteinfeger und wirke dem Fachkräftemangel entgegen, so der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV). "Durch die heutige historische Weichenstellung ist die Zukunft unseres Handwerks nachhaltig gesichert", ist sich ZIV-Präsident Hans-Günther Beyerstedt sicher.

Zuschüsse aus der Lehrlingskasse

Durch die Allgemeinverbindlicherklärung gilt ein Tarifvertrag oder auch eine bestimmte Passage für die gesamte Branche – unabhängig davon, ob ein Betrieb in der Innung organisiert ist. Der Tarifvertrag über die Förderung der Berufsausbildung der Schornsteinfeger besagt, dass jeder Betrieb in eine Lehrlingskasse 4,4 Prozent seiner Bruttolohnsumme in eine Lehrlingskasse einzahlen muss. Aus dieser Kasse kann jedes Unternehmen, das einen Lehrling einstellt, für die gesamte Lehrzeit Zuschüsse bekommen. fm