Bildung Ausbilder für Flüchtlingsarbeit stärken

Das Bundesbildungsministerium will Fachkräfte von Bildungsträgern in ihrer Arbeit mit Flüchtlingen fachlich unterstützen.

Ausbilder sollen im Umgang mit Flüchtlingen besser geschult werden. - © Foto: goodluz/Fotolia

Immer mehr junge Flüchtlinge werden in den kommenden Jahren in den Berufsorientierungsprogrammen überbetrieblicher Bildungsstätten teilnehmen. Das erfordert nach Einschätzung des Bundesbildungsministeriums interkulturelle Sensibilität der dort arbeitenden Fachkräfte. "Daher bieten wir für die Ausbilderinnen und Ausbilder eine intensive Seminarreihe zum Ausbau ihrer interkulturellen Kompetenzen an", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

Das Ministerium werde gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BIBB) in Bonn ein entsprechendes Fortbildungsprojekt planen und realisieren. Wie es im Ministerium weiter heißt, soll die Seminarreihe im März 2016 beginnen. Insgesamt will das Ministerium dafür 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Beruflichen Alltag der Ausbilder abbilden

Im Mittelpunkt der Seminarreihe sollen Handlungssituationen aus dem beruflichen Alltag der Ausbilder stehen. Konzipiert werden soll die Fortbildung als eine Kombination aus Seminaren an verschiedenen Standorten in Deutschland, aus Online-Kursen und Unterlagen zum Selbststudium.

Für die Online-Einheiten soll die BIBB-eigene Lernplattform qualiboxx genutzt werden. Insgesamt sollen so die zahlreichen Mitarbeiter der rund 300 überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten erreicht werden, die im Berufsorientierungsprogramm (BOP) eingebunden sind.

Das BOP selbst richtet sich an Jugendliche der Sekundarstufe I an allgemeinbildenden Schulen. Sie sollen durch eine Potenzialanalyse und durch Werkstatt-Tagen ihre Interessen und Fähigkeiten besser einschätzen und verschiedene Berufsfelder kennenlernen. bir